Gerichtsentscheid: Schattenwurf nicht erheblich
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Gerichtsentscheid: Schattenwurf nicht erheblich

Zwischenentscheid im Zürcher Stadionstreit: Das Verwaltungsgericht stuft die Mehrbeschattung eines Nachbargrundstücks nicht als übermässig ein. Zu diesem Schluss kommt das Gericht in seiner Neubeurteilung.

Die Mehrbeschattung stelle zwar immer noch einen gewissen Nachteil, aber jedenfalls keine erhebliche Erschwerung für eine zonengemässe Überbauung dar, heisst es im Urteil, das der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Gemäss Verwaltungsgericht muss die Bauherrschaft, die Credit Suisse und die Stadt Zürich, keine so genannte Zustimmungserklärung von der Eigentümerin des Grundstücks einholen. Das vom Schatten betroffene Stadion-Nachbargrundstück gehört ohnehin der Stadt.

Das Verwaltungsgericht musste sich auf Geheiss des Bundesgerichts erneut mit der Frage des Schattenwurfs befassen. Theoretisch kann der Entscheid wieder nach Lausanne gezogen werden. Gemäss Urs Spinner, Sprecher des Zürcher Hochbaudepartements, ist der Schattenwurf materiell aber vom Tisch.

Bis die Baubewilligung für das Stadion aber rechtskräftig ist, muss die Frage des Grundwassers geklärt werden. In den nächsten Wochen wird die Trägerschaft das nötige Gesuch bei der Zürcher Baudirektion einreichen. Auch der Entscheid dieser Instanz kann juristisch angefochten und bis vor Bundesgericht gezogen werden.

«Das würde das Projekt erneut um ein Jahr verzögern», sagte Spinner dazu. «Ein solcher Weiterzug kommt dann aber Zwängerei gleich.» Schliesslich sei die Baubewilligung, wenn auch unter Auflagen, bereits am 10. Mai 2005 erteilt worden.

Platz für 30 700 Fussballfans

Auf dem Hardturm-Areal soll mit dem Stadion Zürich eine Fussballarena mit 30 700 Sitz-plätzen entstehen. Die geplante Mantelnutzung neben und unter dem Fussballrasen umfasst eine Shopping-Mall mit Gastronomie, ein Konferenzhotel, einen Bereich mit Fitness- und Gesundheitsangeboten sowie ein Bürohochhaus. Für den Fall, dass weitere Einsprachen gegen das Projekt ausbleiben und genügend Investoren und Mieter gefunden werden können, rechnet die Trägerschaft damit, dass der Baubeginn Ende 2009 erfolgen kann. Fertiggestellt wäre das Stadion 2013.

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