Aktualisiert 30.06.2009 08:18

Unklarheit über TodesursacheGerichtsmediziner holen Medis aus Jackos Haus

Michael Jacksons regelmässiger Medikamenten-Cocktail gerät zunehmend ins Visier der Ermittlungen um den Tod des King of Pop. Polizisten kamen mit zwei grossen Plastiktüten voll Medikamenten aus dessen Anwesen.

Ermittler Ed Winter erklärte, sie hätten die Medikamente aufgrund von Informationen eingesammelt, die die Polizei und die Gerichtsmedizin in den vergangenen Tagen gewonnen hätten. Weitere Angaben dazu, welche Medikamente eingesammelt und wo im Haus sie gefunden wurden, wollte Winter nicht machen. Die Ermittlungen würden wohl noch vier bis fünf Wochen dauern.

Der Anwalt von Jacksons Arzt hatte zuvor Vorwürfe zurückgewiesen, dem 50-Jährigen Jackson seien zu viele Schmerzmittel gegeben worden. Conrad Murray habe Jackson nie die Mittel Demerol oder OxyContin verschrieben, sagte Anwalt Edward Chernoff. «Nie. Und auch nicht an diesem Tag», sagte Chernoff der Nachrichtenagentur AP.

Familienanwalt McMillan sagte im NBC-Fernsehen, die Jacksons seien natürlich beunruhigt über Michaels Todesumstände. Der Sänger und Tänzer sei schliesslich fit genug gewesen, für seine bevorstehenden Konzerte zu proben. Auf die Frage, ob die Familie von einem Verbrechen ausgehe, sagte er, diese Formulierung ginge zu weit.

Zwei Wochen vor seinem Tod hat Jackson nach Informationen der Nachrichtenagentur AP noch ein neues Video vollendet. An dem «Dome Projekt» wurde fünf Wochen lang in den Culver Studios gearbeitet, wie zwei mit dem Projekt vertraute Personen der AP sagten. Es könnte das letzte Video gewesen sein, das der «King of Pop» beaufsichtigte. Vier Sets wurde für das Video gebaut, darunter ein Friedhof, der an Jacksons Video «Thriller» erinnerte. Gedreht wurde vom 1. bis 9. Juni, Jackson sei die meiste Zeit dabei gewesen, hiess es.

Das Video sei nun in der Nachbearbeitung und werde vermutlich am 15. Juli fertiggestellt sein. Produziert wurde es von Robb Wagner, dem Gründer der Musik-Video-Firma Stimulated. Wozu das Video verwendet werden sollte, war zunächst nicht klar. Stimulated war nach eigenen Angaben auch damit beauftragt worden, Bildschirmszenen für Jacksons geplante Comeback-Konzerte in London zu produzieren. (dapd)

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