Antibiotikum: Geringe Spuren von Streptomycin in Äpfeln
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AntibiotikumGeringe Spuren von Streptomycin in Äpfeln

Das gegen Feuerbrand eingesetzte Antibiotikum Streptomycin ist auch Monate nach der Behandlung in erntereifen Äpfeln nachgewiesen worden.

Die in den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Zürich gefundenen Mengen sind aber so gering, dass die Äpfel gefahrlos konsumiert werden können, wie die Behörden mitteilten.

Die am Montag veröffentlichten Untersuchungsergebnisse zeigten in 55 von 62 Apfelproben aus behandelten Anlagen Spuren von Streptomycin zwischen 0,0005 und 0,0009 Milligramm pro Kilogramm. Offensichtlich werde damit das bei der Blüte angewendete Antibiotikum bis zur Ernte der Früchte nicht vollständig abgegebaut, halten die Experten fest. Frei von Streptomycin-Spuren waren 22 von 23 Proben aus nicht behandelten Anlagen. Wie das Streptomycin in einen Apfel aus dem Kanton Zürich kam, muss noch genauer untersucht werden. Die in der Schweiz gemessenen Werte unterschreiten den von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgelegten Grenzwert deutlich, halten die Kantonslaboratorien fest. Bezogen auf die in den drei Kantonen nachgewiesenen Spuren könnte ein Konsument täglich 210 Kilogramm Äpfel essen, ohne Schäden durch Streptomycin zu erleiden.

Bei der erstmaligen Bewilligung für einen Streptomycin-Einsatz in der Schweiz im laufenden Jahr waren die Experten noch davon ausgegangen, dass keine Rückstände in reifen Früchten zurückbleiben. Nur im Honig waren Rückstände erwartet worden. Im Spätsommer fanden dann aber die Kollegen aus dem Vorarlberg im Kernobst behandelter Kulturen Spuren von Streptomycin und informierten die Schweiz. (dapd)

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