Aktualisiert 13.08.2009 11:26

DarmkrebsGeringeres Sterberisiko durch Aspirin-Therapie

Die in Medikamenten wie Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure hat offenbar einen deutlich erkennbaren Einfluss auf die Mortalität von Darmkrebspatienten.

Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch in der Fachzeitschrift «JAMA» veröffentlichte Studie.

Ein Team des Massachusetts General Hospital untersuchte über einen Zeitraum von zwölf Jahren knapp 1300 Männer und Frauen mit Darmkrebs in verschiedenen Stadien und ohne Metastasen im Körper. Bei jenen, die regelmässig Aspirin einnahmen, lag das Risiko, an dem Krebs zu sterben, 29 Prozent tiefer als bei der Gruppe ohne die Kopfschmerztabletten.

Bei denjenigen, die die besondere Form COX-2 des Tumors hatten, war das Risiko sogar um 61 Prozent verringert. COX-2 ist ein Enzym, das zu Entzündungen und zur Vermehrung der Zellen führt; zwei Drittel aller Darmkrebspatienten entwickeln dieses Enzym. Aspirin unterdrücke COX-2, schreiben die Autoren.

«Die Ergebnisse zeigen, dass das Aspirin tatsächlich die Biologie von Tumoren im Darm beeinflussen kann», sagte Andrew Chan von der Massachusetts Klinik. Trotzdem warnen die Forscher vor der Einnahme von Aspirin zu Therapiezwecken.

Besonders zusammen mit anderen Medikamenten könne dies sehr gefährlich sein und Vergiftungen und innere Blutungen auslösen. Um eine Therapie mit Aspirin zu entwickeln, seien noch weitere Untersuchungen nötig.

(sda)

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