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169 Passagiere an BordGermanwings verliert Teile – Pilot fliegt weiter

Auf dem Weg nach Palma de Mallorca verliert eine Germanwings-Maschine Teile ihres Triebwerks – der Pilot setzt den Flug fort. Der Vorfall wird untersucht.

von
nab
Auf der Startbahn liegen geblieben: Linke Abdeckung des Triebwerkes.

Auf der Startbahn liegen geblieben: Linke Abdeckung des Triebwerkes.

Beim Start ab Köln verlor ein Airbus A330 mit 169 Passagieren der Fluggesellschaft Eurowings eine etwa 1,5 Meter grosse Abdeckung des linken Triebwerks – der Pilot setzte den Flug trotzdem fort, schreibt die «Welt». Warum sich die Teile gelöst haben, ist bisher unklar, man setze aber alles daran, den Vorfall schnellstmöglich zu klären, sagt Germanwings-Sprecher Karl Heinz Schöttes zur deutschen Tageszeitung.

Die Abdeckung des Triebwerks soll sich gemäss Informationen bereits kurz nach dem Start in Köln gelöst haben, die Piloten seien auch dementsprechend informiert worden. «Dem ist nicht so, erst kurz vor der Einleitung des Sinkflugs im südfranzösischen Luftraum ist der Verlust der Abdeckung bemerkt worden», sagt der Sprecher weiter.

Vorfall bestätigt

Die Deutsche Flugsicherung bestätigte inzwischen aber, dass die abgerissenen Teile auf der Startbahn diversen anderen Piloten aufgefallen waren und man den zuständigen Tower umgehend darüber informiert hatte. Die Startbahn wurde daraufhin geschlossen und die Teile gründlich untersucht. Nachdem klar war, zu welchem Airbus die verlorene Abdeckung gehörte, informierte die Flugsicherung in Marseille den zuständigen Piloten. Die Entscheidung, trotzdem weiterzufliegen, verwundert nicht nur Piloten und Luftfahrtinsider, auch ein anderer A330-Pilot versteht die Entscheidung des zuständigen Piloten nicht: «Ein Teil der Triebwerksabdeckung zu verlieren, führt sicherlich nicht zum Absturz, aber mit abgerissener Motorhaube rast man ja auch nicht mit 200 km/h weiter über die Autobahn.»

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