Gesalzene Rechnung für die Young Boys

Aktualisiert

Gesalzene Rechnung für die Young Boys

Die Young Boys müssen eine teure Altlast berappen. Das Bundesgericht hat die Berner verpflichtet, der Stadt Zürich fast 84 000 Franken zu überweisen - für den Einsatz der Stadtpolizei während des Champions-League-Qualifikationsspiels gegen Roter Stern Belgrad im Juli 2004.

Am 28. Juli 2004 fand im Fussballstadion Hardtum in Zürich das UEFA Champions League-Qualifikationsspiel zwischen dem BSC Young Boys und Roter Stern Belgrad statt. Die brisante Begegnung hatte einen erhöhten Polizeieinsatz zur Folge. Die Stadt Zürich stellte daraufhin der BSC Young Boys Betriebs AG eine Rechnung von über 156 000 Franken zu.

Der Berner Fussball-Club war nicht bereit, diesen Betrag zu bezahlen. Darauf reduzierte die Stadt Zürich die Rechnung auf 84 000 Franken, was den Young Boys immer noch zu teuer war. Der Club erklärte sich bereit, pro Zuschauer 2.40 Franken zu bezahlen, was bei einer Zuschauerzahl von 10 350 den Betrag von 24 840 Franken ergab.

Damit wiederum war die Stadt Zürich nicht einverstanden. Sie beschritt den Rechtsweg. Das Berner Obergericht entschied im Januar dieses Jahres, dass der BSC Young Boys der Stadt Zürich den Betrag von 83 861 nebst Zins zu fünf Prozent seit dem 27. Juni 2006 zu bezahlen hat. Die gegen diesen Entscheid eingereichte Beschwerde hat das Bundesgericht jetzt abgewiesen. Damit steht nun fest, dass der BSC Young Boys den Betrag von rund 84 000 Franken nach Zürich überweisen muss.

(Urteil 5A_45/2007 vom 6. Dezember 2007) (dapd)

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