Wirtschaftskrise: Geschäft mit ausländischen Managern ist eingebrochen
Aktualisiert

WirtschaftskriseGeschäft mit ausländischen Managern ist eingebrochen

Immer weniger ausländische Kaderleute kommen nach Zürich. Das spüren Firmen, die auf deren Unterbringung spezialisiert sind: Dort herrscht tote Hose.

von
David Torcasso

Relocation Services greifen ausländischen Managern bei Wohnungssuche, Arbeitsbewilligung, Steuerfragen und Telefonverträgen unter die Arme. Der Einstellungsstopp von ausländischen Führungskräften im Finanzsektor trifft die rund 30 Relocation-Firmen im Kanton Zürich besonders hart: «Seit ­Januar ist der Markt total eingebrochen», klagt Barbara Milne, Inhaberin von Touchdown Relocation Services. Sie hat rund 50 Prozent weniger Aufträge von Firmen, die beispielsweise Arbeitskräfte aus England oder Deutschland nach Zürich ­holen. Milne musste als Konsequenz des Einbruchs das Pensum ihrer Aussendienstmitarbeiter drastisch reduzieren.

Auch Thomas Müller, Inhaber von Interlife Relocation Services, spürt einen Rückgang: «Wir müssen ausländischen Arbeitskräften zurzeit mehr bei der Ab- als bei der Anmeldung helfen», sagt Müller. Seine Agentur betreut rund 20 Prozent weniger Mandate. Müller ist aber trotz der Misere zuversichtlich: «In der IT-Branche gibt es nach wie vor zahlreiche Firmen, die im Ausland rekrutieren.»

Bei der Finanzbranche hingegen sieht es düster aus: «Relocation Services, die vor allem auf diese Branche gesetzt haben, werden künftig weniger zu tun haben», schätzt Müller.

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