Basel: Geschäfte sollen nicht länger offen haben
Aktualisiert

BaselGeschäfte sollen nicht länger offen haben

Die Regierung ist gegen die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Die Begründungen dafür kommen beim Gewerbe nicht gut an.

von
Anna Luethi
Einkaufen ist in Basel weiterhin nur bis 20 Uhr möglich. (hys)

Einkaufen ist in Basel weiterhin nur bis 20 Uhr möglich. (hys)

Nach 20 Uhr bleibt es in Basel auch künftig beim Schaufensterbummel: Die Ladenöffnungszeiten sollen nicht gelockert werden. «Die geltenden Zeiten lassen dem Detailhandel genügend Spielraum»: So lehnte die Regierung eine grünliberale Motion betreffend gleicher Gesetze für Ladenöffnungszeiten in Basel-Stadt und Basel-Landschaft ab. Und weiter: Eine Liberalisierung würde die Innenstadt als Einkaufszentrum zu Gunsten der Einkaufszentren an der Peripherie schwächen. Grenznahe Einkaufszentren würden vom tiefen Eurokurs profitieren, nicht von den Öffnungszeiten.

«Ich bin erstaunt, wie die Regierung die Attraktivität der Einkaufszentren beurteilt », so Migros-Basel-Chef Werner Krättli. Auch Pro-Innenstadt-Präsident Urs Welten ist mit den Begründungen der Regierung unzufrieden: «Uns haben sie nicht nach der Innenstadt gefragt. Keine Vorschriften zu haben, wäre für uns vor allem an Spezialtagen wie etwa während Messen gut gewesen», sagt er. Gewerbedirektor Peter Malama wünscht sich punktuelle Änderungen, etwa dass am Samstag generell bis 20 Uhr und an einem Abend pro Woche bis 21 Uhr geöffnet werden kann. Er weiss aber: «Widerspricht das Parlament der Regierung nicht, ist das Thema erst mal für ein paar Jahre vom Tisch.»

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