«Gescheiterte Staaten»: Sudan und Irak auf den Spitzenplätzen
Aktualisiert

«Gescheiterte Staaten»: Sudan und Irak auf den Spitzenplätzen

Der Sudan und der Irak haben laut einer US-Studie die weltweit schlechtesten Lebensbedingungen.

Unter den zehn weltweit am meisten gefährdeten Staaten sind allein acht Länder südlich der Sahara, wie aus der Erhebung des Magazins «Foreign Policy» und der Organisation Fund for Peace hervorgeht.

Seinen unrühmlichen Spitzenplatz auf der Liste der «gescheiterten Staaten» hat der Sudan den Autoren zufolge vor allem der anhaltenden Gewalt in Darfur zu verdanken. Gefährdet sind demnach ausserdem die Zentralafrikanische Republik, der Tschad, Somalia, Simbabwe, Elfenbeinküste, der Kongo und Guinea. Die einzigen nicht-afrikanischen Länder sind der Irak, der an zweiter Stelle steht, und Afghanistan auf dem achten Platz.

Am meisten verbessert habe sich die Lage in Liberia, heisst es in der Untersuchung weiter. Unter anderem die Wahl 2005 habe dort nach mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg Stabilität gebracht.

Zum Zusammenbruch eines Staates komme es in der Regel unter langjährigen Machthabern. So seien beispielsweise in dreien der fünf am meisten betroffenen Staaten - Tschad, Sudan und Simbabwe - die politischen Führer seit mehr als 15 Jahren an der Macht. Auf der anderen Seite könne eine erfolgreiche politische Führung die Situation in einem Land noch retten. Die Studie verweist auf Indonesien, wo der erste direkt gewählte Präsident Susilo Bambang Yodhoyono nach Jahren der Korruption und der Zerstörung durch den Tsunami 2004 zu politischer Beständigkeit beigetragen habe. (dapd)

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