Wie damals...: Geschichtsbücher sind letzte Hoffnung für ZSC
Aktualisiert

Wie damals...Geschichtsbücher sind letzte Hoffnung für ZSC

Die ZSC Lions sind auf der Suche nach neuer Energie. Solche gibt ihnen ein Blick in ihre Geschichtsbücher.

von
Marcel Allemann
Vom 1:3 zum 4:3: Morgan Samuelsson schiesst die ZSC Lions 2001 im siebten Finalspiel zum Titel.

Vom 1:3 zum 4:3: Morgan Samuelsson schiesst die ZSC Lions 2001 im siebten Finalspiel zum Titel.

Mit 1:3 liegen die Zürcher in der Final-Serie gegen den SC Bern zurück. Die Lage ist fast aussichtslos und trotzdem gibt es Hoffnung. Diese können die Zürcher aus ihren eigenen Geschichtsbüchern schöpfen. Bei ihren letzten beiden Meistertiteln 2008 und 2001 gelang es den ZSC Lions im Final ebenfalls, einen Zweispiele-Rückstand noch zu korrigieren.

2008 lagen die ZSC Lions in der Final-Serie gegen Servette mit 0:2 zurück. Doch mit vier Siegen in Folge drehten die damals von Harold Kreis trainierten Zürcher diese Serie und holten den sechsten und bislang letzten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte. Spieler, die dieses Erlebnis als Motivationsschub morgen auf die Reise nach Bern mitnehmen können, gibt es genügend: Ari Sulander, Severin Blindenbacher, Mathias Seger, Andri Stoffel, Daniel Schnyder, Thibaut Monnet, Domenico Pittis und Mark Bastl waren schon damals beim ZSC mit von der Partie – dazu die heutigen Lions-Spieler John Gobbi und Juraj Kolnik beim Gegner. Und bei Servette gehörten auch die aktuellen SCB-Spieler Martin Höhener, Jean-Pierre Vigier und Thomas Déruns zu den Gehörnten. Der eine oder andere dieser 13 beteiligten Spieler wird sich dieser Tage seine Gedanken machen ...

2001 war die Ausgangslage genauso wie jetzt. Mit 1:3 lagen die ZSC Lions gegen den HC Lugano zurück, im Tessin war alles für die Meisterfeier bereit. Doch dann gewannen die ZSC Lions unter dem damaligen Trainer Larry Huras die nächsten drei Spiele und holten doch noch den Titel. Morgan Samuelsson schoss die Lions in der Overtime des siebten Spiels zum Titel. Auf ZSC-Seite bereits damals dabei: Sulander und Seger sowie der heutige Sportchef Edgar Salis. Also immerhin noch ein Trio, das den anderen berichten kann, wie man sich aus einer aussichtslosen Lage befreien und noch Meister werden kann.

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