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Geschlechterkampf tobt in der Schweiz

Vier Wochen nach dem Startschuss zur Online-Umfrage «Perspektive Schweiz» haben 12 000 Personen ihre persönliche Meinung zur Zukunft der Schweiz eingebracht.

Erste Trends der Umfrage zeigen: In der Schweiz tobt ein Geschlechterkampf. Obwohl die Online-Umfrage noch bis zum 16. Dezember dauert, sei bereits jetzt schon klar, dass sich Männer und Frauen die Zukunft der Schweiz unterschiedlich vorstellen, teilte «Perspektive Schweiz» am Montag mit.

35 Prozent der Frauen sind beispielsweise dafür, dass im Bundesrat mindestens drei Frauen sitzen müssen. 18 Prozent haben dazu keine Meinung und 47 Prozent sind dagegen. Bei den Männern findet dieser Vorschlag kein Gehör. Nur 15 Prozent der Männer sind für eine Frauenquote im Bundesrat.

Unterschiedliche Ansichten herrschen auch bei der Frage, ob Frauen wie die Männer Militär- oder Zivildienst leisten müssen: 40 Prozent der Männer stimmen dem Vorschlag zu, 45 Prozent lehnen ihn ab und 15 Prozent sind unentschlossen.

Bei den Frauen herrscht hingegen klare Ablehnung vor: 64 Prozent der bisherigen Umfrage-Teilnehmerinnen sind gegen eine Dienstpflicht der Frauen, nur 20 Prozent sind dafür und 16 Prozent unentschlossen.

Auch Generationenkampf

Die Umfrage umfasst neben dem Thema Gleichstellung auch die Themen Wirtschaftswachstum, Familienpolitik und Regionalpolitik. In diesen Themen zeichnet sich neben dem Kampf der Geschlechter auch ein Kampf der Generationen ab.

58 Prozent der 15 bis 24-Jährigen sind der Meinung, dass Umweltschutz wichtiger ist als Wirtschaftswachstum (42 Prozent). Bei den Teilnehmern über 65 Jahren verhält es sich genau umgekehrt. 59 Prozent sind der Meinung, dass das Wirtschaftswachstum stärker gefördert werden soll. Nur 41 Prozent stimmen für den Umweltschutz.

«Perspektive Schweiz» ist die Online-Umfrage über die Zukunft der Schweiz. Schweizerinnen und Schweizer haben über die Umfrage die Möglichkeit, der Politik mitzuteilen, wie sie sich die Zukunft der Schweiz vorstellen.

Das Projekt ist parteipolitisch neutral ausgerichtet und geniesst Unterstützung in allen vier Bundesratsparteien. Der Preisüberwacher Rudolf Strahm (SP), die Parteipräsidentin Doris Leuthard (CVP) sowie die Parteipräsidenten Ueli Maurer (SVP) und Fulvio Pelli (FDP) das Patronat übernommen.

(sda)

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