Streikdrohung: Gespräche bei BA wegen Tumulten beendet
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StreikdrohungGespräche bei BA wegen Tumulten beendet

British Airways kann einen fünftägigen Streik seines Kabinenpersonals ab Montag offenbar nicht mehr verhindern.

Angestellte bedrängen British Airways CEO Willie Walsh in London, 22. Mai 2010.

Es fänden keine weiteren Schlichtungsgespräche statt, zitierte die BBC am Sonntag den Gewerkschaftschef Tony Woodley. Am Samstagabend war es zu einem abruptem Ende der Verhandlungen gekommen, als verärgerte Mitarbeiter die Gespräche sprengten. Fernsehbilder zeigten, wie BA-Chef Willie Walsh von den Protestierenden bedrängt und schliesslich von der Polizei aus dem Gebäude begleitet wurde.

Walsh zeigte sich zuversichtlich, den Streit über den Sparkurs der Fluggesellschaft doch noch beilegen zu können. Er betonte in der BBC jedoch auch, dass das Unternehmen an einem Ausstand nicht zugrunde gehen werde. «BA wird überleben, und wir werden stärker sein, weil wir die Kernaufgaben angehen.»

In dem seit längerem schwelenden Streit geht es um Bezahlung und Arbeitsbedingungen unter dem geplanten Sparkurs der Airline. Die Gewerkschaften waren zuletzt besonders verärgert darüber, dass die BA gegen streikende Mitarbeiter Disziplinarmassnahmen einleitete und Freiflüge strich.

Die vor einer Fusion mit der spanischen Iberia stehende BA will durch die Vereinbarung mit der Gewerkschaft pro Jahr rund 72 Millionen Euro sparen. Ein siebentägiger Streik des Personals im März hatte das Unternehmen rund 50 Millionen Euro gekostet.

Am Freitag hatte BA den höchsten Verlust seit fast 25 Jahren bekanntgegeben: Im vergangenen Geschäftsjahr fiel ein Fehlbetrag vor Steuern von 866 Millionen Franken an. (sda)

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