Griechenland unter Druck: Gespräche mit Troika verschoben
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Griechenland unter DruckGespräche mit Troika verschoben

Die Angst geht um in Athen: Die Griechen warten darauf, dass die Geldgeber endlich zurückkehren. Finanzminister Venizelos hat entscheidende Gespräche mit den Experten von EU, EZB und IWF abgebrochen – ohne Ergebnis.

Finanzminister Evangelos Venizelos streitet mit der EU.

Finanzminister Evangelos Venizelos streitet mit der EU.

Eine am Montagabend begonnene Telefonkonferenz zwischen dem griechischen Finanzminister und der Troika ist nach Auskunft eines EU-Sprechers ohne eine Entscheidung über einen Zeitpunkt für die Rückkehr der Inspektoren nach Athen zu Ende gegangen. Für Dienstagabend sei ein weiterer Gesprächstermin zwischen Finanzminister Evangelos Venizelos und Vertretern aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) anberaumt worden, hiess es.

Griechenland versucht seine Gläubiger davon zu überzeugen, dass es die strikten Sparziele einhalten kann, um die sechste Rate eines 110 Milliarden Euro schweren Rettungspakets zu erhalten. Ohne eine positive Beurteilung der Troika wird Athen die nächste Tranche in Höhe von acht Milliarden Euro nicht erhalten.

Zuletzt hatten die Märkte weltweit skeptisch auf Griechenlands Ankündigung reagiert, innerhalb kürzester Zeit Reformen einzuleiten. An der Wall Street in New York hatte die Angst vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit Athens am Montag bereits zu Kursverlusten geführt. (dapd)

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