Simbabwe: Gespräche über Einheitsregierung unterbrochen
Aktualisiert

SimbabweGespräche über Einheitsregierung unterbrochen

Die Gespräche über die Bildung einer Einheitsregierung in Simbabwe sind unterbrochen worden. Offenbar wurde bislang keine Einigung zur Beilegung der seit Monaten andauernden Regierungskrise erzielt.

Präsident Robert Mugabe betonte beim Verlassen des Verhandlungsortes in der Hauptstadt Harare jedoch, dass die Gespräche nicht gescheitert seien. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai verliess das Hotel bereits einige Stunden zuvor und kündigte eine Erklärung des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki ein, der in dem Konflikt vermittelt.

Hauptstreitfrage bei den Verhandlungen ist die künftige Rolle Mugabes. Die Opposition will ihn Berichten zufolge bestenfalls als zeremoniellen Präsidenten akzeptieren, Mugabe will sich jedoch offenbar nicht entmachten lassen. Die umstrittene Wiederwahl des Präsidenten Ende Juni hat in Simbabwe Unruhen ausgelöst, bei denen dutzende Menschen getötet und Tausende aus ihren Häusern vertrieben wurden. Mugabes Partei ZANU-PF und Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) einigten sich dann Ende Juli auf Rahmenbedingungen für Gespräche zur Teilung der Macht. Seitdem verhandeln sie unter der Vermittlung Südafrikas über die detaillierte Umsetzung dieses Vorhabens. (dapd)

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