Gespräche über Kyoto-Nachfolger
Aktualisiert

Gespräche über Kyoto-Nachfolger

Die Verhandlungen über ein weltweites Abkommen zum Klimaschutz sind heuten in eine neue Runde gegangen. Vertreter aus 163 Ländern kamen in Bangkok zusammen, um über die Leitlinien eines solchen Vertrages zu diskutieren.

Zu den Themen der einwöchigen Konferenz dürften ein möglicher Technologietransfer sowie Finanzhilfen für ärmere Staaten gehören. Die Gespräche knüpfen an die im Dezember auf Bali erzielte Grundsatzvereinbarung an, bis 2009 einen Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll zu schliessen.

Während Einigkeit über die Notwendigkeit herrscht, den Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren, gibt es erhebliche Differenzen in der Frage, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Die EU strebt eine Führungsrolle der westlichen Industriestaaten an. Die USA verlangen, dass sich auch China und Indien zu einer drastischen Kürzung der Kohlendioxid-Emissionen verpflichten.

Der Leiter des UN-Klimasekretariats (UNFCCC), Yvo de Boer, sagte, der Weltklimagipfel auf Bali habe in der Öffentlichkeit grosse Erwartungen geweckt. «Diese Erwartungen müssen wir erfüllen», sagte de Boer als Gastgeber der Konferenz. Auch Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte an die Delegierten. Es gehe um die Rettung des Planeten, mahnte Ban in einer Videobotschaft. «Entschlossenes Handeln in den nächsten Jahrzehnten kann noch verhindern, dass die schlimmsten Vorhersagen Wirklichkeit werden», sagte er. Die Welt warte auf langfristige und ökonomisch machbare Lösungen. (dapd)

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