Studie: Gestohlen oder nicht bezahlt – hier schummeln Schweizer am meisten

Aktualisiert

StudieGestohlen oder nicht bezahlt – hier schummeln Schweizer am meisten

Eine neue Studie zeigt, wo in der Schweiz am meisten geklaut wird. Weniger als die Hälfte der Studienteilnehmer gibt an, noch nie etwas gestohlen zu haben. 

von
Florian Osterwalder
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Die Detailhändlerin, die am meisten beklaut wird, ist laut der Studie die Migros.

Die Detailhändlerin, die am meisten beklaut wird, ist laut der Studie die Migros.

20min/Anna Bila
Laut der Studie von Moneyland.ch wird im Schweizer ÖV am meisten geschummelt.

Laut der Studie von Moneyland.ch wird im Schweizer ÖV am meisten geschummelt.

20min/Anna Bila
An zweiter Stelle der meistbeklauten Detailhändlerinnen ist der Coop.

An zweiter Stelle der meistbeklauten Detailhändlerinnen ist der Coop.

Coop Genossenschaft

Darum gehts

  • Moneyland.ch hat für eine Studie 1500 Teilnehmende zum Thema Diebstahl befragt.

  • Die Migros ist die Detailhändlerin, die am meisten beklaut wird.

  • Besonders jüngere Menschen neigen eher zu Diebstahl als ältere.

39 Prozent sind schon einmal schwarz gefahren, das zeigt eine nicht repräsentative Umfrage von Moneyland.ch. Dazu wurden 1500 Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer befragt.

Brisant dabei: Es wurde absichtlich kein Billett gelöst. «Gesellschaftlich wird Schwarzfahren viel eher akzeptiert als zum Beispiel ein Ladendiebstahl. Das dürfte ein Grund sein, warum Schweizerinnen und Schweizer eher mal einsteigen, ohne für ein Billett zu bezahlen», sagt Benjamin Manz, Geschäftsführer von Moneyland.ch.

Auch eindrücklich: Nur gerade 40 Prozent der Befragten geben an, noch nie etwas geklaut zu haben. An zweiter Stelle in der Umfrage kommt das Stehlen am Arbeitsplatz. Demnach haben mehr als ein Viertel der Bevölkerung schon mindestens ein Mal am Arbeitsplatz etwas gestohlen. Knapp dahinter mit 23 Prozent liegen Hotels. Herr und Frau Schweizer lassen auch dort gerne einmal etwas mitgehen. 

Männer klauen öfter als Frauen

Die Studie zeigt: Männer neigen eher zum Stehlen als Frauen. An allen abgefragten Orten geben Schweizer öfter als Schweizerinnen an, dass sie schon ein Mal gestohlen oder nicht bezahlt haben, wie Moneyland.ch weiter in ihrer Studie schreibt. Männer neigen besonders in Restaurants eher als Frauen dazu, etwas mitgehen zu lassen: 24 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sie schon mindestens ein Mal nicht bezahlt haben – im Gegensatz zu den weiblichen Teilnehmerinnen, wo dieser Wert lediglich 14 Prozent beträgt. Auch in Läden wie Coop und Migros neigen Männer viel mehr zum Stehlen als Frauen. 

«Junge Menschen haben weniger Skrupel»

Am kleinsten ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern beim Schwarzfahren und im Hotel. Aufschluss über die Langfinger gibt auch das Alter. «Personen im Alter von 50 bis 74 Jahren stehlen unterdurchschnittlich oft», beobachtet Manz. Jeweils mehr als 90 Prozent gibt bei einem Grossteil der genannten Orte an, noch gar nie gestohlen beziehungsweise nicht gezahlt zu haben. 

Im Gegensatz dazu stehlen Personen in der Altersgruppe von 18 bis 25 und 26 bis 49 Jahre überdurchschnittlich oft. «Besonders junge Menschen haben weniger Skrupel, etwas mitgehen zu lassen», so Manz. Die Detailhändlerin, die am meisten beklaut wird, ist laut der Studie die Migros.

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