«Es wurde Zeit»: Gestrandete Rinder zurück auf dem Festland
Aktualisiert

«Es wurde Zeit»Gestrandete Rinder zurück auf dem Festland

Rettung geglückt: Bauer Mettler barg gestern vier Rinder, die seit Wochen auf der Wollsauen­insel im Kreuzlinger Hafenareal festsassen.

von
Nina Frauenfelder
Bauer Mettler konnte nach drei Wochen seine Hochlandrinder von der Wollsaueninsel holen.

Bauer Mettler konnte nach drei Wochen seine Hochlandrinder von der Wollsaueninsel holen.

«Endlich konnten wir die Tiere auf das Festland zurückholen: Es wurde Zeit», sagt Bauer Thomas Mettler (37). Drei Wochen hat er darauf gewartet, seine Rinder von der Wollsauen­insel im Kreuzlinger Hafenareal zu befreien. Eigentlich hätte dies bereits Mitte Juni geschehen sollen. Doch starke Regenfälle liessen den Bodenseepegel damals rasant an­steigen – und fluteten die ­Zugänge. «Ich hatte keine Chance mehr, es mit Traktor und Anhänger zur Insel zu schaffen», so Mettler. Darum kontrollierte er seither täglich den Pegelstand des Bodensees. Und weil die Rinder ihr Futter brauchten, watete Mettler in den vergangenen Wochen jeden zweiten Tag mit einem Fuder Heu durch den See zur Insel.

Gestern Morgen gegen sieben Uhr dann war der Pegel tief genug: «Kurz und schmerzlos» sei die Bergung der vier Rinder mit Traktor und Ladewagen abgelaufen. «Die Tiere kennen das Prozedere», so Mettler. Tatsächlich liessen sich die Tiere ohne zu bocken von Vater und Sohn Mettler in den Anhänger führen. Nasse Klauen gab es dann aber trotzdem: Bei der Rückfahrt auf das Festland lief Wasser in den Anhänger. Doch auch das liessen die Rinder gelassen über sich ergehen.

Tiere wegen Hochwasser gefangen

Nun sind die Hochlandrinder für einige Wochen auf der Kreuzlinger Ziegeleiwiese. «Ich bin froh, jetzt kann ich sie mit dem Auto besuchen», so Mettler.

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