Zusammenhang gefunden: Gestresste, die abspecken wollen, sollten aufräumen
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Zusammenhang gefundenGestresste, die abspecken wollen, sollten aufräumen

Um Kilos loszuwerden, müssen Sie nicht nur Ihre Ernährung überdenken, sondern auch Ihre Ordnung. Vor allem, wenn sie unter Druck stehen.

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Guetzli, Cracker oder Rüebli? Was Sie sich davon in den Mund stecken, hängt davon ab, wie aufgeräumt der Raum ist, in dem Sie sich im Augenblick der Gluscht befinden. Das berichtet ein amerikanisch-australisches Forscherteam im Fachjournal «Environment & Behavior».

Die Wissenschaftler um Lenny R. Vartanian von der University of New South Wales waren der Frage nachgegangen, welchen Einfluss Ordnung auf die Ernährung hat.

Ganz unterschiedliche Bedingungen

Dafür stellten sie rund 100 Frauen zwischen 17 und 27 Jahren in speziell eingerichteten Labor-Küchen auf die Probe – bei den einen war der Raum penibel aufgeräumt, die anderen erwartete ein grosses Durcheinander.

Um unterschiedliche Stresslevel zu erzeugen, liessen Vartanian und seine Kollegen einen Teil der Probandinnen vorher über Momente schreiben, in denen ihr Leben ausser Kontrolle geraten war. Die anderen hingegen wurden gebeten, von einer Situation zu berichten, in der sie alles im Griff hatten.

Bewusste Irreführung

In allen Räumen hatten die Forscher zudem jeweils Guetzli, Cracker oder Rüebli bereitgestellt, die die Teilnehmerinnen angeblich kosten und bewerten mussten. Tatsächlich ging es darum, zu beobachten, ob die Rahmenbedingungen den Appetit der jungen Frauen beeinflussten.

Das Ergebnis: Für sich genommen hatten weder der Zustand der Küche noch das Stresslevel einen Effekt auf das Snack-Verhalten der Teilnehmerinnen. Das änderte sich jedoch, wenn die gestressten Frauen in der unordentlichen Küche sassen: Sie assen fast dreimal so viele Guetzli (103 kcal) wie die, die zwar im Chaos hockten, aber sich an die kontrollierte Situation zurückerinnert hatten (38 kcal). Für die Cracker und Rüebli liess sich ein ähnlicher Effekt nicht nachweisen.

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