Bürokratie: Gesucht: Die sinnlosesten Gesetze
Aktualisiert

BürokratieGesucht: Die sinnlosesten Gesetze

Die FDP St. Gallen hat ein Aktionsprogramm für weniger Bürokratie gestartet. Sie macht sich auf die Suche nach den unnützesten Gesetzen

von
Simon Städeli
Christoph Gremli kämpft gegen die überbordende Bürokratie. Er sucht nach den sinnlosesten Gesetze in St. Gallen.

Christoph Gremli kämpft gegen die überbordende Bürokratie. Er sucht nach den sinnlosesten Gesetze in St. Gallen.

Im amerikanischen Bundesstaat Florida ist es gesetzlich verboten, unter Wasser zu pfeifen. Ein völlig unnützes Gesetz, das hier nie verabschiedet würde. Doch auch in der Schweiz nimmt die Bürokratie zu, findet die FDP St. Gallen und hat dem nun den Kampf angesagt: «Wir suchen die unnützesten Vorschriften und machen diese publik. Wir wollen einen schlanken Staat und mehr Freiheiten für den Bürger», erklärt Christoph Gremli, Leiter des Projekts Paragraphenbremse. Er hofft, dass in den nächsten Monaten viele Bürger Gesetzesparagraphen melden, auf die ohne Probleme verzichtet werden könnte. Eine Jury wählt dann den widersinnigsten Paragraphen und verleiht dem Entdecker einen Preis. Die Idee dazu stammt aus Zürich – dort wurde am Samstag der erste «Gahts-no!-Priis» vergeben.

Doch auch in der Ostschweiz sind schon mehrere Vorschläge bei Christian Gremli eingegangen. So zum Beispiel von einem Verein, der für eine Tombolaverlosung eine Bewilligung einholen und eine Gebühr von 150 Franken bezahlen musste. «Solche Regelungen sind sinnlos und erschweren das Leben des Bürgers», sagt Gremli.

Haben Sie sich auch schon über unnütze Gesetze geärgert? Schreiben Sie ihre Highlights ins Talkback.

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