Epalinges VD – Gesuchte Raubkatze soll ein Hund sein

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Epalinges VDGesuchte Raubkatze soll ein Hund sein

In der Nähe von Lausanne wurde am Donnerstag angeblich eine Grosskatze gesichtet. Die Polizei sucht noch immer nach dem Tier. Kantonstierarzt und Polizei vermuten aber inzwischen, dass es sich um einen Hund handelt.

von
Simone Quaderer
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Mit diesem Foto sucht die Kapo Waadt nach einem umherstreunenden Tier. Dabei dürfte es sich wohl um einen Hund handeln.

Mit diesem Foto sucht die Kapo Waadt nach einem umherstreunenden Tier. Dabei dürfte es sich wohl um einen Hund handeln.

Kapo Waadt
In der in der Gemeinde Epalinges nimmt man die Suche nach dem Tier mittlerweile mit Humor.

In der in der Gemeinde Epalinges nimmt man die Suche nach dem Tier mittlerweile mit Humor.

News Scout
Die vermeintliche Raubkatze wurde in der Nähe von Lausanne, genauer in Epalinges gesichtet.

Die vermeintliche Raubkatze wurde in der Nähe von Lausanne, genauer in Epalinges gesichtet.

Google Maps

Darum gehts

  • Die Polizei warnte am Donnerstag von einer Grosskatze, die in Epalinges bei Lausanne umherstreife. 

  • Die Kapo Waadt bestätigte, dass das Tier noch nicht eingefangen werden konnte.

  • Der zuständige Kantonstierarzt geht davon aus, dass es sich um einen Hund handelt.

Kein Aprilscherz: Die Kantonspolizei Waadt warnte am Donnerstagnachmittag vor einer Grosskatze, die sich in der Gemeinde Epalinges VD bei Lausanne aufhalten soll. Die Polizei suchte mit Wildhüter, Kantonstierarzt und sogar mit Unterstützung der Armee die gesamte Region ab. Ohne Erfolg. Nun gibt es jedoch Entwarnung: Die Polizei und der zuständige Kantonstierarzt gehen davon aus, dass es sich wohl um einen streunenden Hund handelt. Zu diesem Schluss kamen sie, nachdem sie die gefundenen Pfotenabdrücke des Tieres analysierten. «Diese entsprechen nicht einer grossen Katze», kommuniziert die Kapo Waadt in einer Mitteilung.

Auch Christian Stauffer von der Raubtierfachstelle Kora unterstützt diese These: «Das Tier ist gemäss dem Bild, nach Abgleich mit Zaunhöhe und Fussball, zirka 65 Zentimeter hoch. Wir gehen von einem Hund aus.» 

Nun wird nach streunenden Hunden gesucht

Auf Anfrage von «20 Minutes» äusserte sich der Waadtländer Kantonstierarzt Giovanni Peduto zum Fall. Gemäss ihm gibt es mehrere Faktoren, die gegen die Spuren einer Raubkatze sprechen. Da es keine Meldungen über entflohene Grosskatzen in der Region gibt, müsste das Tier gemäss Peduto aus einer illegalen und bislang unbemerkten Haltung kommen, was kaum vorstellbar sei.

Wenn die Raubkatze tatsächlich aus einer solchen Haltung ausgebüxt wäre, würde sie schnell auffallen. «Je mehr Zeit ohne eine neue Sichtung vergeht, desto stärker verfestigt sich die Spur des streunenden Hundes.»

Deswegen konzentriert sich die Suche der Einsatzkräfte derzeit auf die Verfolgung von typenähnlichen Hunden. «Wir suchen nach jedem Tier, das eine ähnliche Höhe und Fellfarbe hat», sagt der Kantonstierarzt. Besitzer eines solchen Hundes müssten damit rechnen, dass sie angerufen und gefragt werden, ob sie am Donnerstagnachmittag in Epalinges waren. «Solange wir keine Gewissheit haben, wird immer ein kleiner Zweifel bestehen, dass es sich um ein anderes Tier handelt», sagt Peduto.

Virales Tiktok-Video

In den sozialen Netzwerken wurde spekuliert, dass es sich beim Tier um eine Löwin handelt. Unter anderem kursierte auf Tiktok ein Video, das eine umherwandernde Löwin in der Nähe von Lausanne zeigen soll. Innert weniger Stunden ging das Video viral. Wie viele User aber schnell feststellten, wurde das Video nicht in der Schweiz aufgenommen. Dies zeigt ein nicht schweizerisches Verkehrsschild, das auf dem Video zu sehen ist.

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