Aktualisiert 11.01.2012 21:53

NervenbarometerGesundheit ist den Schweizer zu teuer

Die Schweizer ärgern sich über steigende Krankenkassenprämien, die betrunkene Jugend und aggressive Werbung.

von
ahi
Zu hoch: Die Gesundheitskosten.

Zu hoch: Die Gesundheitskosten.

Worüber regen sich die Schweizer auf? Diese Frage beantwortet einmal mehr die jährliche Umfrage des Konsumentenforums unter 1000 Schweizern. Das Ergebnis: Besonders die laufend steigenden Gesundheitskosten gehen den Schweizern auf die Nerven. Die Krankenkassenprämien sind dieses Jahr im Schnitt um 2,2 Prozent gestiegen. Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren müssen sogar 5,6 Prozent mehr hinblättern.

Ebenfalls genervt haben laut Umfrage die betrunkenen und zunehmend gewaltbereiten Jugendlichen. Auf Rang drei der Dinge, die uns auf die Palme bringen, liegen die «aggressiven und belästigenden Werbemethoden», also der Telefon-Terror zuhause oder die mit Spam überfüllte E-Mail-Inbox. In eine ähnliche Richtung geht Platz vier; demnach ärgern sich die Schweizer sehr über dubiose Geschäftspraktiken im Internet. Offenbar haben also etliche Einwohner der Schweiz schon schlechte Erfahrungen im Netz gemacht. Auch das Thema Pornografie im Internet und auf anderen neuen Medien wurde als Störfaktor häufig genannt.

Eine weitere Erkenntnis des Konsumentenforums: «Die Schweizer Bevölkerung ist generell besorgter als in den Vorjahren», sagt Präsidentin Franziska Troesch-Schnyder. Dieses Jahr will sie sich insbesondere für tiefere Kosten im Gesundheitswesen einsetzen: Die Versicherer sollen die Kosteneinsparungen durch die Neuregelung der Zusatzversicherungen an die Versicherten weitergeben. (ahi/sda)

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