20.09.2020 14:14

Ohne Maske und SicherheitsabstandGesundheitsministerin kritisiert Bayern-Bosse, Rummenigge sagt sorry

Die Bayern-Bosse irritieren beim Bundesliga-Auftakt mit ihrer Sitzordnung auf der Tribüne. Jetzt folgt die Kritik – und die Entschuldigung der Münchner.

von
Nils Hänggi
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Abstand und Masken? Das scheinen die Bayern-Bosse nicht zu benötigen. 

Abstand und Masken? Das scheinen die Bayern-Bosse nicht zu benötigen.

Foto: Screenshot ZDF
Nun werden sie kritisiert. So rügte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml die Chefetage. Sie sagte: «Generell gilt ohnehin bei Corona: Abstand halten, wo möglich. Masken aufsetzen, wo nötig.»

Nun werden sie kritisiert. So rügte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml die Chefetage. Sie sagte: «Generell gilt ohnehin bei Corona: Abstand halten, wo möglich. Masken aufsetzen, wo nötig.»

Foto: Matthias Balk (Keystone)
Was die Bayern-Bosse zu der Kritik meinen? Vermutlich wird sie ihnen egal sein. Schliesslich gewannen die Münchner 8:0 gegen Schalke. 

Was die Bayern-Bosse zu der Kritik meinen? Vermutlich wird sie ihnen egal sein. Schliesslich gewannen die Münchner 8:0 gegen Schalke.

Foto: Keystone

Darum gehts

  • Die Bayern deklassierten zum Bundesliga-Saisonauftakt Schalke gleich 8:0.
  • Mehr zu reden gab die Bayern-Führungsetage.
  • Die Verantwortlichen sassen auf der Tribüne ohne Masken und ohne Mindestabstand.
  • Nun werden die Bosse scharf kritisiert.

Die Tribünenbilder der eng beieinander sitzenden Spitzenfunktionäre haben für den FC Bayern ein Nachspiel. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rügte die Chefetage des deutschen Fussball-Rekordmeisters für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Bundesliga. Der CSU-Politikerin zufolge wäre es für die Münchner Führungsriege «klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Die Deutsche Fussball Liga teilte mit, sie sei wegen der Sache «im direkten Gespräch mit dem FC Bayern».

Die Bayern-Spitzen hatten am Freitagabend damit irritiert, dass sie wie auch die Vertreter des FC Schalke 04 beim Spiel ohne Abstand und Maske auf der Ehrentribüne sassen. Gemäss dem Konzept der DFL sind alle Personen in der «Zone 2» des Stadions, zu der die Tribüne zählt, «zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet, sofern der Mindestabstand von 1,50 m nicht einzuhalten ist».

«Generell gilt: Abstand halten»

Bayern-Vorstand Oliver Kahn hatte nach dem 8:0-Startsieg im ZDF gesagt, man habe sich an «die bayerische Verordnung gehalten, die genau das auch erlaubt». Es habe keine Vorgaben gegeben. Ministerin Huml sagte, die bayerische Infektionsschutzmassnahmen-Verordnung erlaube zwar vor allem in Gaststätten, dass zehn Personen in einer Gruppe nebeneinander sitzen. «Aber laut Verordnung sind bei bundesweiten Sportereignissen grundsätzlich 1,5 Meter Mindestabstand vorgesehen», fügte Huml hinzu.

Daher habe es das Ministerium «mit Blick auf die Vorbildfunktion» überrascht, dass die Bayern-Funktionäre weder an Abstand noch an Maske dachten. Huml verwies noch einmal auf die gestiegenen Corona-Infektionszahlen in München. Aus diesem Grund hatte die Partie erneut vor leeren Rängen gespielt werden müssen. «Generell gilt ohnehin bei Corona: Abstand halten, wo möglich. Masken aufsetzen, wo nötig», sagte Huml.

Rummenigge entschuldigt sich

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte die Chefs des FC Bayern. «Kinder sollen in der Klasse im Unterricht Maske tragen. Die FC-Bayern-Manager geniessen den Fussball, und es ist ihnen offenbar völlig egal, dass sie Vorbild für keinen sind. Darauf kann niemand stolz sein», twitterte Lauterbach am Samstag zu einem Bild der Münchner Funktionäre um Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeness.

Und die Bayern-Verantwortlichen? Die ignorierten zunächst die Kritik, waren sich keiner Schuld bewusst. Zumindest bis am Sonntag. Dann nämlich entschuldigte sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der TV-Sendung «Sky90» für das Verhalten. «Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht vorbildlich war. Wir werden das ändern», sagte er etwa. Und: «Beim nächsten Spiel werden wir den notwendigen Abstand halten, wenn das gewünscht ist.»

(dpa)

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16 Kommentare
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Sepp

21.09.2020, 20:21

Wenn dann die Kamera nicht hinguckt machen diese "Spezln", wie die sich nennen, sowieso was sie wollen an ihren täglichen Stammtischrunden.

Paparazzo Giusi 71

20.09.2020, 17:39

Wo ist das Problem?!?...Ich habe ein gefühl jede macht was er will....

Dani Schlegel

20.09.2020, 17:28

Warum nur Abstand? Ich denke es ist unabhängig von der Distanz Maskenpflicht in Stadien angesagt (auch in Freiluftstadien). Ich freue mich jedenfalls schon auf die Bayerncrew als Maskenäffchen auf der Tribüne.