USA: Gesundheitsreform gewinnt an Zustimmung

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USAGesundheitsreform gewinnt an Zustimmung

Der Widerstand in der US-Bevölkerung gegen die von Präsident Barack Obama geplante Gesundheitsreform ist laut einer Umfrage innerhalb von wenigen Wochen deutlich zurückgegangen. Zugenommen haben hingegen die erwarteten Kosten der Reform.

40 Prozent äusserten sich in der AP-Gfk-Umfrage positiv zu den Reformplänen, ebenso viele lehnten sie ab. Anfang September lag die Zahl der Gegner noch bei 49 Prozent und die der Befürworter bei nur 34 Prozent. In der Umfrage vom 1. bis 5. Oktober wurden 1003 Erwachsene befragt. Die Fehlermarge wurde mit 3,1 Prozentpunkten angegeben.

In verschiedenen Ausschüssen beraten die Kongress-Abgeordneten in den USA derzeit über die Reform des US- Gesundheitssystems. Der Entwurf eines Senatsausschuss macht deutlich, dass die Reform die die betroffenen Konzerne deutlich mehr kosten könnte als erwartet.

29 Milliarden Dollar mehr

Nach Berechnungen des Finanzausschusses des Senats, würde die Reform für die Versicherungs-, Pharma- und Medizintechnik-Konzerne Abgaben von 121 Milliarden Dollar mit sich bringen, wie das überparteiliche Kongress-Komitee für Steuerfragen am Dienstag mitteilte. Erwartet wurden bislang 92 Milliarden Dollar.

Der ranghöchste Republikaner im Ausschuss, Charles Grassley, warnte, die Kosten würden mit dem Plan nur auf die Kunden umgelegt. Er verlangte eine Änderung des Entwurfs. Der Ausschuss-Vorsitzende, der Demokrat Max Baucus, hat angekündigt, vor einer Abstimmung in dem Gremium ein Gutachten des Haushaltsbüros einzuholen.

Derzeit arbeitet der Kongress an fünf konkurrierenden Entwürfen für die Gesundheitsreform, das wichtigste innenpolitische Projekt von Präsident Barack Obama. Ob und wenn ja wann eine Einigung erzielt werden kann, ist unklar. Der Präsident strebt die Verabschiedung der Reform bis zum Jahresende an. (dapd)

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