Traurige Bilanz – Getötetes Zebra, todkranker Koala – all diese Zürcher Zoo-Tiere starben 2021
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Traurige BilanzGetötetes Zebra, todkranker Koala – all diese Zürcher Zoo-Tiere starben 2021

Sjarlie, Farah, Radja, Pippa und Mawimbi: von diesen Tieren musste sich der Zoo Zürich dieses Jahr verabschieden.

von
Shila Ochsner
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In der Lewa Savanne wurde am Freitag ein Zebra tödlich verletzt. 

In der Lewa Savanne wurde am Freitag ein Zebra tödlich verletzt.

Zoo Zürich/Goran Basic
Nashorn Kimba verletzte Zebrahengst Sjarlie so stark am Bauch, dass dieser noch vor Ort verstarb.

Nashorn Kimba verletzte Zebrahengst Sjarlie so stark am Bauch, dass dieser noch vor Ort verstarb.

Zoo Zürich/Sandro Schönbächler
Der Zusammenstoss zwischen den zwei Tieren ereignete sich auf dem für die Zoogäste einsehbaren Winterplatz. Mitarbeitende sperrten den Bereich daraufhin ab.

Der Zusammenstoss zwischen den zwei Tieren ereignete sich auf dem für die Zoogäste einsehbaren Winterplatz. Mitarbeitende sperrten den Bereich daraufhin ab.

Zoo Zürich/Goran Basic

Tödlicher Zwischenfall im Zoo Zürich kurz vor Heiligabend: Auf der Lewa Savanne verletzte am Freitagmittag das Nashorn Kimba den Zebrahengst Sjarlie so stark am Bauch, dass das Zebra noch vor Ort verstarb. Es sind nicht die ersten traurigen Nachrichten in diesem Jahr. Hier eine Chronologie der Ereignisse.

Seehund Farah

Erst im August musste sich der Zoo Zürich von Seehund Farah altersbedingt verabschieden. Mit 43 Jahren war Farah der zweitälteste in einem Zoo lebende Seehund weltweit. Der Verlust war für die Pflegerinnen und Pfleger, die täglich mit dem Seehund gearbeitet haben, gross. «Farah hat allen viel Freude bereitet», sagte Pascal Marty, Kurator des Zoo Zürichs, damals gegenüber 20 Minuten.

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Im August musste der Zoo Zürich den Seehund Farah einschläfern.

Im August musste der Zoo Zürich den Seehund Farah einschläfern.

Zoo Zürich/Doris Heimgartner
Das Tier wurde 43 Jahre alt.

Das Tier wurde 43 Jahre alt.

Zoo Zürich/Enzo Franchini

Koalaweibchen Pippa

Im Mai starb das Koalaweibchen Pippa (4). Als Todesursache wird Leukämie vermutet. Pippa ist nach den Männchen Mikey und Milo das dritte Tier im Zoo Zürich, das wahrscheinlich an den Folgen des Retrovirus gestorben ist. Nun leben noch zwei Koalas im Zoo Zürich. 2019 kam das Koalaweibchen Maisy gemeinsam mit Pippa aus dem rund 50 Kilometer nördlich von Sydney gelegenen Australian Reptile Park nach Zürich. Letztes Jahr gebar Pippa Uki, das erste Koala-Jungtier in der Schweiz.

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Koalaweibchen Pippa starb im Mai. 

Koalaweibchen Pippa starb im Mai.

Zoo Zürich/Enzo Franchini
Pippa kam im Juni 2019 aus dem Australian Reptile Park in den Zoo Zürich.

Pippa kam im Juni 2019 aus dem Australian Reptile Park in den Zoo Zürich.

Zoo Zürich/Marcel Rothmund

Löwenmännchen Radja

Auch das Löwenmännchen Radja musste im Mai nach einem erneuten Darmvorfall eingeschläfert werden. Mit knapp 16 Jahren gehörte das Tier zu den ältesten Asiatischen Löwen in europäischen Zoos. 2007 kam Radja von Besançon in Frankreich nach Zürich. Während seiner Zeit im Zoo Zürich zeugte Radja mit seiner Partnerin Joy in zwei Würfen sieben Jungtiere. Aktuell leben noch seine Töchter Kalika und Jeevana im Zoo Zürich.

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Radja wurde am 28. Mai eingeschläfert. 

Radja wurde am 28. Mai eingeschläfert.

Zoo Zürich/Marcel Rothmund
Mit knapp 16 Jahren gehörte Radja zu den ältesten Asiatischen Löwen in europäischen Zoos.

Mit knapp 16 Jahren gehörte Radja zu den ältesten Asiatischen Löwen in europäischen Zoos.

Zoo Zürich/Enzo Franchini

Gorillaweibchen Mawimbi

Einen Monat zuvor musste das Gorillaweibchen Mawimbi eingeschläfert werden. Der Gesundheitszustand des achtjährigen Tieres hatte sich innerhalb weniger Tage rapide verschlechtert. Nach dem Tod Mawimbis erhielt die fünfköpfige Gorillagruppe Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden. Untersuchungen ergaben, dass sie an einer akuten Gehirnentzündung litt. Mawimbi kam am 12. Juli 2012 als Tochter von Mamitu und N’Gola im Zoo Zürich zur Welt.

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Mawimbi musste am 21. April eingeschläfert werden. 

Mawimbi musste am 21. April eingeschläfert werden.

Zoo Zürich/Enzo Franchini
Nach dem Tod Mawimbis erhielt die Gruppe Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden.

Nach dem Tod Mawimbis erhielt die Gruppe Gelegenheit, sich von ihr zu verabschieden.

Zoo Zürich/Nicole Schnyder

Herziger Nachwuchs sorgt für Freude

Nebst Todesfällen gab es dieses Jahr aber auch herzigen Nachwuchs und damit einen Grund zur Freude. So brachte das Fischotterweibchen Lulu im Juli ein männliches und zwei weibliche Jungtiere zur Welt. Bereits im September konnten Zoo-Besucher und -Besucherinnen Vito, Vanja und Valina vermehrt am und im Wasser beobachten. Der Fischotter ist in der Schweiz stark gefährdet und streng geschützt. Die Tiere im Zoo Zürich sind Teil eines europäischen Erhaltungszuchtprogrammes. Das Ziel ist, eine gesunde und stabile Population zu erhalten.

Hier spielen die drei flauschigen Fischotterbabys im Zoo Zürich.

Video: Zoo Zürich

Das Vikunjaweibchen Valentina erblickte nach elf Monaten Tragezeit am 15. August das Licht der Welt. Das Vikunja-Baby sprang kurz darauf bereits in der Anlage herum, wie Bilder zeigten. Mit der Geburt des Weibchens leben nun insgesamt vier Vikunjas im Zoo, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung heisst. Neben Valentina und ihrer Mutter Bonnie sowie ihrem Vater Charles ist das auch Hengst Unai.

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Das Vikunjababy kam am 15. August auf die Welt.

Das Vikunjababy kam am 15. August auf die Welt.

Zoo Zürich/Enzo Franchini
Kurz darauf machte Valentina schon ihre ersten Sprünge. 

Kurz darauf machte Valentina schon ihre ersten Sprünge.

Zoo Zürich/Enzo Franchini

In der Pantanal-Anlage gab es im September Nachwuchs bei den Capybaras: Weibchen Sissi brachte am 27. September vier gesunde Jungtiere zur Welt. Sissi kommt aus dem Tierpark Hellabrunn in München und lebt seit knapp drei Jahren im Zoo Zürich. Vater der Jungtiere ist das neunjährige Männchen Mo, selber in Zürich geboren.

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Sissi kommt aus dem Tierpark Hellabrunn in München und lebt seit knapp drei Jahren im Zoo Zürich.

Sissi kommt aus dem Tierpark Hellabrunn in München und lebt seit knapp drei Jahren im Zoo Zürich.

Zoo Zürich/Enzo Franchini
Die vier Jungtiere erblickten am 27. September das Licht der Welt. 

Die vier Jungtiere erblickten am 27. September das Licht der Welt.

Zoo Zürich/Enzo Franchini

Und auch der Nachwuchs bei den Königspinguinen sorgte für Freude. Wie der Zoo im September mitteilte, gab es bei den diesjährigen Jungtieren aber eine Anpassung in der Jungenaufzucht. So hatte ein Männchen ausnahmsweise zwei Weibchen, die beide ein Ei gelegt hatten. Deshalb gaben die Tierpfleger ein Ei einem anderen Paar, deren eigenes Ei früh beschädigt worden war.

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Dieses Jahr gab es auch Nachwuchs bei den Königspinguinen.

Dieses Jahr gab es auch Nachwuchs bei den Königspinguinen.

Zoo Zürich/Pascal Marty
Wie der Zoo im September mitteilte, gab es bei den diesjährigen Jungtieren aber eine Anpassung in der Jungenaufzucht.

Wie der Zoo im September mitteilte, gab es bei den diesjährigen Jungtieren aber eine Anpassung in der Jungenaufzucht.

Zoo Zürich/Pascal Marty

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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