Aktualisiert 20.10.2011 21:51

Dank Luzerner TüftlerGewässerschutz per Hightech

Gewässer sind oft durch Schwermetalle und Öl verschmutzt. Die Hochschule Luzern hat zwei Roboter mitentwickelt, die die Überwachung der Flüsse und Meere vereinfachen.

von
Marcel Habegger
Der HydroNet-Roboter überwacht die Wasserqualität. (Foto: HydroNet Project)

Der HydroNet-Roboter überwacht die Wasserqualität. (Foto: HydroNet Project)

Gerade jetzt, da sich in Neuseeland eine neue Ölkatastrophe anbahnt, ist das Thema Wasserqualität aktueller denn je. Die Hochschule Luzern hat nun für den Kampf gegen die Wasserverschmutzung gemeinsam mit anderen europäischen Hochschulen zwei Roboter-Katamarane entwickelt. «Die ­HydroNet-Roboter nehmen nicht nur selbstständig Wasserproben, sondern können diese auf dem eingebauten Labor auch gleich auswerten», erklärt Peter Sollberger, Projektleiter und Dozent für Informatik an der Hochschule Luzern in Horw. Der schwimmende Roboter kann Wasser auf Verunreinigungen durch Öl, Quecksilber oder andere Schwermetalle untersuchen.

Die Hochschule Luzern ist beim Drei-Millionen-Projekt für den Datentransfer ans Land zuständig. «Durch die Wasserreflexionen wurde die Sendequalität zu Beginn beeinträchtigt und die Daten konnten keine weite Distanzen zurücklegen», erklärt Sollberger. Um die Strecke bis ans Land zu verkürzen, werden die Signale nun über den zweiten Roboter oder zuvor gesetzte Bojen weitergeleitet.

Bisher gibt es von HydroNet zwei Prototypen. Das Ziel ist aber, ein kommerzielles Produkt zu entwickeln. «So könnte bei einer akuten Verschmutzungsgefahr eine ganze Flotte eingesetzt werden, um Rettungsarbeiten gezielter planen zu können», so Sollberger.

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