Papst Franziskus – Gewalt gegen Frauen ist «Beleidigung Gottes»
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Papst FranziskusGewalt gegen Frauen ist «Beleidigung Gottes»

Papst Franziskus hat in seiner Neujahrspredigt den Beitrag der Frauen zum Frieden in der Welt gewürdigt.

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Papst Franziskus hat sich in seiner Neujahrsmesse entschieden gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen ausgesprochen.

Papst Franziskus hat sich in seiner Neujahrsmesse entschieden gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen ausgesprochen.

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«Eine Frau zu verletzen, ist eine Beleidigung Gottes», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag im Petersdom in Rom.

«Eine Frau zu verletzen, ist eine Beleidigung Gottes», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag im Petersdom in Rom.

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 «Während Mütter das Leben schenken und Frauen die Welt behüten, sollten wir alle dafür sorgen, dass wir die Mütter fördern und die Frauen schützen.»

«Während Mütter das Leben schenken und Frauen die Welt behüten, sollten wir alle dafür sorgen, dass wir die Mütter fördern und die Frauen schützen.»

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Darum gehts

Mütter «wissen, wie man Hindernisse und Meinungsverschiedenheiten überwindet und Frieden stiftet», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag im Petersdom in seiner Predigt zum Hochfest der Gottesmutter Maria.

Frauen wüssten, wie man die verschiedenen Fäden des Lebens zusammenhalte, sagte der Pontifex. «Wir brauchen solche Menschen, die in der Lage sind, die Fäden der Gemeinschaft anstelle des Stacheldrahts der Konflikte und der Spaltung zu weben.» Mütter erweckten die Welt zum Leben. Der Papst forderte dazu auf, die Bemühungen zur Förderung der Mütter und zum Schutz der Frauen zu verstärken.

Gewalt gegen Frauen setzte Franziskus mit einer Beleidigung Gottes gleich. «Wie viel Gewalt richtet sich gegen Frauen! Genug! Eine Frau zu verletzen, bedeutet, Gott zu beleidigen, der von einer Frau unsere Menschlichkeit angenommen hat», sagte der Papst und bezog sich dabei auf den christlichen Glauben, dass Jesus der Sohn Gottes war.

In einem Tweet vor dem Neujahrsgottesdienst erläuterte Franziskus seine Hoffnung und Strategie für den Frieden. «Alle können zusammenarbeiten, um eine friedlichere Welt zu schaffen, angefangen bei den Herzen der Menschen und den Beziehungen in der Familie, über die Gesellschaft und die Umwelt bis hin zu den Beziehungen zwischen den Völkern und Nationen», twitterte Franziskus.

Mit Ausnahme des Papstes und der Mitglieder eines Chors, der aus Jungen und Erwachsenen bestand, trugen die Teilnehmer der Messe im Rahmen der Corona-Massnahmen Gesichtsschutz.

(dpa/afp/lea)

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