Gewalt- und Drogendelikte: Jugendpolizisten ermitteln
Aktualisiert

Gewalt- und Drogendelikte: Jugendpolizisten ermitteln

Im Kampf
gegen die steigende
Jugendkriminalität sind
in St.Gallen seit kurzem
vier Jugendpolizisten im
Einsatz. Eine erste Bilanz
ihrer Arbeit.

«Wir ermitteln vor allem wegen Sprayereien, Raubüberfällen, Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten», sagt Cornel Bürkler (33). Er arbeitet mit Nadja von Arx (26) seit 2007 als Jugendpolizist in der Region Fürstenland/Neckertal. Die beiden überwachen und ermitteln hauptsächlich. Sie kommen aber auch zum Einsatz: überall dort, wo sich Junge treffen und häufig Probleme entstehen: «Wir machen Personenkontrollen, zeigen Grenzen und Folgen auf, aber nehmen auch Jugendliche fest und machen Hausdurchsuchungen», sagt Bürkler.

Angepöbelt würden sie nicht: «Wir sind zwar zivil gekleidet, aber bewaffnet unterwegs, das flösst Respekt ein», so Von Arx. Nebst Erschütterndem gibts auch Erfolge: «Für mich sind es 60 aufgeklärte Tatbestände», so Bürkler. Die Arbeit kommt laut Von Arx an: «Wir haben schon viele auf die richtige Bahn gebracht.»

kar

Strikte Kontrollen

Am Mittwoch hat die Stadt Zürich ein rigoroses Massnahmenpaket gegen Gewalt und Alkoholexzesse von Jugendlichen vorgestellt. In der Stadt St.Gallen will man die Umsetzung genau verfolgen. Vieles wird aber bereits so gehandhabt oder ist ähnlich geplant. «Etwa die viel striktere Kontrolle der Alkoholabgabe an den Verkaufsstellen», sagt Heinz Klaus, Sekretär der Direktion Soziales und Sicherheit. Dies empfehle der Stadtrat in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss. Fehlbaren Lokalen wolle man mit Patententzug drohen.

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