Aktualisiert 30.03.2014 12:41

TürkeiGewalt vor Wahlen fordert sechs Tote

Erstmals seit knapp drei Jahren wählt das türkische Volk die Gemeindevertreter. Die Wahlen wurden von Ausschreitungen überschattet.

Bei Auseinandersetzungen während den Gemeindewahlen in der Türkei sind am Sonntag Medienberichten zufolge sechs Menschen getötet worden. In den Ortschaften Gölbasi (Provinz Hatay) und Yuvacik (Provinz Sanliurfa) seien Anhänger verschiedener Kandidaten aneinandergeraten. Das berichtete der Sender CNN Türk. Dabei seien auch mindestens 14 Menschen verletzt worden.

Nach Monaten eines heftigen Machtkampfs entscheiden in der Türkei erstmals seit fast drei Jahren wieder die Wähler. Die Kommunalwahlen gelten als Stimmungstest für den unter Druck geratenen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Seit dem Morgen sind in den 81 Provinzen des Landes die Wahllokale für mehr als 52 Millionen Stimmberechtigte geöffnet.

In den vergangenen Monaten gab es einen ungewöhnlich scharf geführten Wahlkampf, bei dem es um Korruptionsskandale und Vorwürfe des Machtmissbrauchs der islamisch-konservativen Regierung ging. Mit drastischen Massnahmen gegen echte oder vermeintliche Gegner aus dem eigenen religiös-konservativen Lager war Erdogan zuletzt auch international in die Kritik geraten. (sda)

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