Brunnen SZ: Gewaltige Holzmassen überfluten Seepromenade

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Brunnen SZGewaltige Holzmassen überfluten Seepromenade

Stämme und Äste so weit das Auge reicht: In Brunnen wurden gewaltige Massen Holz angeschwemmt. Der tobende Föhn verhindert zurzeit die Aufräumarbeiten.

von
pz
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Schwemmholz so weit das Auge reicht: Ein Leser-Reporter schoss dieses Bild in Brunnen.

Schwemmholz so weit das Auge reicht: Ein Leser-Reporter schoss dieses Bild in Brunnen.

Leser-Reporter/Bernd Pfeiffer
Das Holz wurde in der Nacht auf Dienstag angeschwemmt.

Das Holz wurde in der Nacht auf Dienstag angeschwemmt.

Leser-Reporter/Bernd Pfeiffer
Die Aufräumarbeiten werden im Verlauf der Woche beginnen.

Die Aufräumarbeiten werden im Verlauf der Woche beginnen.

Leser-Reporter/Bernd Pfeiffer

Das Wetter in der Schweiz spielt zurzeit verrückt: Bäche und Flüsse treten über die Ufer, der Föhn stürmt mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 140 Kilometern pro Stunde und die Temperaturen knacken gleichzeitig die 25-Grad-Grenze. Auch die Zentralschweiz wurde von den Naturgewalten nicht verschont: In Brunnen wurden in der Nacht auf Dienstag gewaltige Holzmassen an der Uferpromenade angeschwemmt.

Leser-Reporter Steven Goepel aus Gersau, der am Dienstagmorgen an der Seepromenade vorbeifuhr, war beeindruckt vom Naturschauspiel: «Die gewaltige Menge an Schwemmholz sah spektakulär aus. Sehr eindrücklich, was ein solcher Sturm anrichten kann.»

Aufräumarbeiten müssen warten

Gemäss Albert Auf der Maur, Gemeindepräsident von Ingenbohl-Brunnen, kommt dieses Naturspektakel ab und zu vor: «Wenn mal wieder der Föhn tobt, dann werden immer wieder grössere Mengen an Holz angeschwemmt.» Mit den Aufräumarbeiten könne man aber noch nicht beginnen, da der Föhn im Verlauf des Dienstags noch an Stärke zugenommen hat. «Wir werden aber die Arbeiten noch diese Woche aufnehmen», versichert er.

Das Holz wird laut Auf der Maur von Gemeindearbeitern abtransportiert und wiederverwendet: Die Agro Energie Schwyz AG nutzt es für das Fernwärmenetz. Für Fussgänger und Autos gebe es nur minime Behinderungen. Bei der Gemeinde Brunnen sei man darum bemüht, dass die Leute bei ihrem Frühlingsspaziergang auf dem Quai durch die vielen Äste nicht beeinträchtigt werden.

Schiffsverkehr bisher nicht beeinträchtigt

Für den Schiffsverkehr auf dem Vierwaldstättersee stellte die riesige Menge von Schwemmholz indes keine Gefährdung dar: «Wir haben bisher keine Gefahrenmeldungen von Schiffsführern erhalten», sagt Michael Scheurer, Leiter des Fahrdienstes bei der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV). Vorsicht sei aber trotzdem geboten: Schiffspropeller könnten durch das Schwemmholz stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

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