Rinderwahn: Gewaltsame Proteste gegen US-Fleischimporte
Aktualisiert

RinderwahnGewaltsame Proteste gegen US-Fleischimporte

In Südkorea haben sich Gegner von US-Rindfleischimporten in der Nacht auf heute eine stundenlange Strassenschlacht mit der Polizei geliefert.

Die Sicherheitskräfte hätten bei den Protesten in Seoul 43 Randalierer in Gewahrsam genommen, teilte ein Polizeisprecher mit. Es habe auch Verletzte gegeben.

Demnach beteiligten sich rund tausend Menschen an einer Demonstration im Stadtzentrum, bevor es zu Ausschreitungen kam. Die Polizei sei in Kampfausrüstung gegen die Demonstranten vorgegangen, die sich mit Schlägen und Tritten gewehrt hätten, berichteten Augenzeugen. Auf beiden Seiten seien Menschen verletzt worden.

Im April hatte die Regierung die Wiederzulassung von US- Rindfleischimporten beschlossen, die vor fünf Jahren wegen eines Falls von Rinderwahnsinn unterbrochen worden waren und damit massive Proteste ausgelöst. Als Reaktion auf die wochenlangen Massenproteste hatte Südkoreas Präsident Lee Myung Bak Anfang Juli die Regierung umgebildet.

Die USA hatten angedroht, ein separates Freihandelsabkommen mit Südkorea nicht zu ratifizieren, wenn das Land seinen Rindfleisch- Markt nicht öffnet. Kritiker bemängeln, dass es keine ausreichenden Sicherheitskontrollen für das importierte Rindfleisch gebe. (sda)

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