Aktualisiert

Schläger von München«Gewalttaten sind in jedem Fall schulrelevant»

Die Schüler, die in München einen Mann verprügelt und verletzt haben, sind bereits früher aufgefallen und sogar von der Schule geflogen - gewusst hat das niemand. Das will die Zürcher Regierungsrätin Regine Aeppli ändern.

Schulen sollen von der Jugendanwaltschaft zwingend über frühere Gewalttaten von Jugendlichen informiert werden. Dafür plädierte am Freitag die Zürcher Regierungspräsidentin Regine Aeppli.

Bisher liege es im Ermessen der Jugendanwaltschaft, die Schulbehörden über Vorstrafen von Jugendlichen zu informieren, sagte Aeppli. «Straftaten mit Gewalt sind in jedem Fall schulrelevant», sagte sie im Nachgang an den brutalen Gewaltakt von drei Schülern in München.

Es gehe nicht darum, jeden Ladendiebstahl zu melden. Straftaten mit Gewalt seien aber für einen Schulbetrieb in jedem Fall als relevant zu betrachten. Und dies erst recht, wenn Lehrpersonen ausserhalb des Schulbetriebs Verantwortung übernehmen müssten wie etwa in Klassenlagern oder Projektwochen.

Aeppli plädierte deshalb dafür, die Informationspraxis der Strafverfolgungsbehörden zu erweitern. Allenfalls sei gar eine Rechtsgrundlage vorzusehen. «Es kann nicht eine Holschuld der Schulbehörden sein, an die notwendigen Informationen zu kommen», sagte Aeppli. Sie erinnerte, dass die Strafverfolgungsbehörden gemäss Lehrplanverordnung ja auch verpflichtet seien, Untersuchungen gegen Lehrpersonen zu melden. (dapd)

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