Ranking: «Gewerbe zu wenig schwulenfreundlich»
Aktualisiert

Ranking«Gewerbe zu wenig schwulenfreundlich»

Der Umgang mit Schwulen hat sich bei vielen Firmen verbessert. Beim Gewerbe ortet Pink Cross Nachholpotenzial.

von
Elisabeth Rizzi

Die schwulenfreundlichste Firma der Welt heisst British Telecom. Dies ist das Ergebnis des Rankings der schwullesbischen Handelskammer (IGLCC) in Kopenhagen. Gemessen wurden etwa die Zahl der Schwulen im Management oder Sozialleistungen für gleichgeschlechtliche Paare. Auch die Schweizer Konzerne Novartis und UBS machten beim Ranking mit, schafften es aber nicht unter die ersten drei. «Grundsätzlich hat sich in der Schweiz trotzdem das Bewusstsein für Homosexualität verbessert», sagt Daniel Huber, Leiter der Fachstelle UND. Immer mehr Firmen verbesserten ihre Vorsorgeleistungen zugunsten gleichgeschlechtlicher Paare; etwa die ZKB, Emmi, Victorinox oder das Unispital Zürich.

«Das Problem ist jedoch das Gewerbe mit häufig männerdominierten Berufen», sagt Jean-Paul Guisan vom Schwulenverband Pink Cross. «Viele können sich gar nicht vorstellen, dass ein Schwuler unter ihnen ist.» Nach einem Outing kämen oft subtile Diskriminierungen vor. Gegen diesen Vorwurf wehrt sich der Gewerbeverband. Es habe in den zwölf Jahren seiner Tätigkeit nie einen Diskriminierungsfall gegeben, entgegnet SGV-Kommunikationschef Patrick Lucca.

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