Gewerbeverband unterstützt Unternehmenssteuerreform II
Aktualisiert

Gewerbeverband unterstützt Unternehmenssteuerreform II

Für den Schweizerischen Gewerbeverband (SGV) ist die Unternehmenssteuerreform II ein Schritt in die richtige Richtung und beseitigt die gröbsten Missstände des heutigen Systems.

Dieser wirtschaftspolitische Fortschritt sei nun aber von sozialistischer Demagogie bedroht, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern.

Wenn am 24. Februar der Souverän über die Unternehmenssteuerreform II zu entscheiden habe, stünden sich wirtschaftspolitische Fortschrittlichkeit und populistische Verblendung gegenüber, sagte der SGV-Präsident und Nidwaldner FDP-Nationalrat Edi Engelberger. Man dürfe diese Reform nicht auf die Besteuerung der Dividenden reduzieren, wie dies die Gegnerschaft mache. Es gehe nämlich um ein Paket, das zehn Massnahmen umfasse. Sieben davon erleichterten das Leben der Personengesellschaften, die 56 Prozent der KMU stellten. Zwar erfülle die Reform nicht alle vom Gewerbeverband geforderten Anliegen, sagte Engelberger. Dennoch sei sie ein Schritt in die richtige Richtung und beseitige die gröbsten Missstände des heutigen Systems.

Unterstützung erhielt er vom Präsidenten des Verbandes der Schweizerischen Schreinermeister und Möbelfabrikanten, dem Luzerner CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger. Eine Annahme der Vorlage sei zwingend, weil sie auf KMU fokussiert sei, die KMU und das Gewerbe insgesamt stärke, steuerliche Hindernisse abbaue und Blockaden bei der Nachfolgeregelung aufhebe.

Um der Unterstützung für die Vorlage Nachdruck zu verleihen, nahmen an der Medienkonferenz am Dienstag auch Vertreter von KMU teil. Die Reform beseitige die Ungerechtigkeiten bei der Besteuerung nicht realisierter Gewinne, sagte beispielsweise Beatrice Lüthi von der Lüthi Aufzüge AG im bernischen Lindenholz. Zudem erleichtere die vorgesehene Teilbesteuerung der Dividenden die Nachfolgeregelung, was ein aktuelles Problem sei, von dem in den nächsten Jahren Tausende von KMU betroffen seien. (dapd)

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