Budget-Nein: Gewerkschaft droht bereits mit Streik
Aktualisiert

Budget-NeinGewerkschaft droht bereits mit Streik

Um das Budget zu straffen, kommt es laut Stadtrat zu Verzögerungen – etwa beim Stadionbau. Zudem muss das Personal bluten – die Gewerkschaft droht bereits mit Streik.

von
Regina Ryser
Modell des Stadions Zürich.

Modell des Stadions Zürich.

220 Millionen Franken weniger als geplant darf der Zürcher Stadtrat 2011 ausgeben – so will es das Parlament. «Wir prüfen nun, welche Ausgaben wir kürzen können», sagt Alfons Sonderegger, Sprecher des Finanzdepartements. Gespart werde etwa beim Lohn des städtischen Personals. «Es gibt keine Lohnerhöhungen. Bei der Polizei werden die 15 neuen Stellen gestrichen», so Sonderegger. Darüber ist Duri Beer, Sekretär der Gewerkschaft VPOD, gar nicht erfreut: «Das ist Lohndiebstahl.» Man werde nun über Kampfmassnahmen diskutieren, in Frage komme auch ein Streik. «Die Stadt als Arbeitgeber ist nicht mehr attraktiv – deshalb befürchte ich eine Kündigungswelle.» Diese Sorge teilt auch Stapo-Medienchef Marco Cortesi: «Unsere Leute sind am Anschlag. Da Polizisten sehr gesucht sind, könnten zahlreiche abwandern.» Die Personalsituation werde sich dadurch noch verschärfen.

Gespart werden muss auch bei den Investitionen: Projekte wie das Kongresszentrum und das Fussballstadion verzögern sich laut Stadtrat. Zum Bedauern der Fussballklubs: «Das ist ein harter Schlag und erschwert unsere finanzielle Situation zusätzlich», sagt etwa GC-Präsident Urs Linsi. Zürich-Tourismus-Marketingchef Maurus Lauber ist hingegen überzeugt, dass den Politikern bewusst ist, wie wichtig das Kongresszentrum ist: «Es bringt mehr Gäste nach Zürich und schafft zusätzliche Arbeitsplätze.»

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