Lufthansastreik: Gewerkschaft droht mit «marginaler Verkehr»
Aktualisiert

LufthansastreikGewerkschaft droht mit «marginaler Verkehr»

Vor Beginn des Streiks des Kabinen- und Bodenpersonals bei der Lufthansa hat die Gewerkschaft ver.di der Fluggesellschaft mit Stillstand gedroht.

«Lenkt die Lufthansa nicht ein, wird es spätestens in einer Woche nur noch marginalen Flugbetrieb geben», sagte ver.di- Verhandlungsführer Erhard Ott der «Bild-Zeitung».

Die Gewerkschaft hatte angekündigt, der unbefristete Arbeitskampf beginne am Montag um 0.00 Uhr. Die genauen Auswirkungen auf den Flugverkehr blieben zunächst unklar. Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, das Unternehmen gehe davon aus, dass nur ein Bruchteil der Belegschaft in Deutschland dem Streikaufruf folgen werde.

In der Schweiz fliegt die Lufthansa ab den Flughäfen Zürich, Basel, Genf und Bern. Indirekt vom Streik getroffen wird auch die Swiss. Zusammen mit ihrer Muttergesellschaft führt sie täglich rund 90 Flüge zwischen der Schweiz und Deutschland im gemeinsamen Code- share. Knapp Zwei Drittel davon werden von der Lufthansa geflogen.

Die Lufthansa bereitet sich seit Tagen auf weitere Streiks vor und will die Auswirkungen auf die Passagiere so gering wie möglich halten. Denkbar ist dabei auch der Einsatz von Fremdfirmen etwa bei der Verpflegung. ver.di will deshalb die genauen Streikpläne erst kurzfristig bekanntgeben.

In dem Tarifkonflikt geht es um höhere Gehälter für die rund 50 000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine. Die Gewerkschaft fordert 9,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Lufthansa hatte zuletzt gestaffelt 6,7 Prozent mehr Geld bei 21 Monaten Laufzeit und eine Einmalzahlung geboten.

(sda)

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