Aktualisiert 07.06.2006 12:05

Gewerkschaften feiern Sieg gegen Privatisierung der Swisscom

Die Gewerkschaft Kommunikation feierte den Entscheid als Sieg für das Volk und den Service public. Für die Gewerkschaft transfair war es ein Sieg der Vernunft über die neoliberale Ideologie.

Das Volk habe genug von Privatisierungen und dem Abbau des Service public, und die Swisscom könne sich jetzt ohne politische Nebengeräusche wieder auf die Umsetzung der vom Bundesrat vorgegebenen Strategie konzentrieren, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. Dabei profitiere die Swisscom weiter von einem stabilen Aktionariat, das die Interessen der Schweizer Bevölkerung vertrete und nicht die hohen Renditeerwartungen von Kapitalgebern. Solange der Bundesrat nicht wieder so unprofessionell Einfluss nehme wie im vergangenen November, könne sich die Swisscom weiterhin zu einem der erfolgreichsten Telekommunikationskonzerne der Welt entwickeln.

«Sehr froh» war auch Pierre-Andre Arm, Branchenleiter Kommunikation bei der Gewerkschaft transfair. So bleibe die Swisscom schweizerisch, und die Arbeitsplätze seien weniger in Gefahr. Der Ständerat habe mit dem Entscheid auch die Verantwortung gegenüber den Regionen wahrgenommen. Es sei ein Sieg der Vernunft über die neoliberale Ideologie, die sonst ein Prunkstück der Schweizer Wirtschaft zu Fall gebracht hätte. (dapd)

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