1. Unia-Kongress in Lugano: Gewerkschafter fliehen vor Bundespräsident Couchepin
Aktualisiert

1. Unia-Kongress in LuganoGewerkschafter fliehen vor Bundespräsident Couchepin

Die Unia-Delegierten haben Bundespräsident Pascal Couchepin an ihrem Kongress in Lugano einen frostigen Empfang bereitet.

Ein Teil der rund 400 Anwesenden verliess am Freitag den Saal beim Eintreffen des Magistraten. Unter jenen, die den Saal verliessen, waren viele junge Unia-Mitglider. Am Donnerstag hatten sie einen Vorstoss einer Delegierten begrüsst, der sich gegen den Auftritt des Bundespräsidenten am Kongress wandte.

Couchepin zeigte sich unbeeindruckt; er erhielt Applaus von der Mehrheit der Unia-Delegierten. Er zog in seiner Rede eine kurze Bilanz der aktuellen Wirtschaftslage. Die Globalisierung sei ein positiver Prozess für die Entwicklung der Märkte, die Armutsquote in der Welt sei um die Hälfte gesunken.

Couchepin äusserte sich auch zur Rolle der Gewerkschaften in Gesellschaft und Wirtschaft. Er sei überzeugt, dass die Unia immer eine vertrauenswürdige und loyale Partnerin sein werde. Er wünsche allen ihren Mitgliedern gutes Gelingen bei ihrer Arbeit - «auch jenen, die den Saal verlassen haben». (sda)

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