Aktualisiert 29.10.2007 10:08

Gewerkschaftsbund will guten Sozialstaat

Eine Woche nach den eidgenössischen Wahlen pocht der Gewerkschaftsbund auf einen gut ausgebauten Sozialstaat. Bei der AHV seien Ausbauschritte längst fällig, heisst es in der heutigen Resolution.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) verlangt, dass das flexible Rentenalter ab 62 Jahren eingeführt wird. Dank seiner entsprechenden Volksinitiative müsse sich das neu gewählte Parlament mit diesem Anliegen befassen, schreibt er in seiner Resolution. Die Delegiertenversammlung fand in Bern statt.

Die nach dem Scheitern von 2004 neu aufgegleiste 11. AHV-Revision geht für den SGB in die falsche Richtung. Sie bedeute einen Leistungsabbau. Bekämpfen will der SGB auch die geplante Sanierung der IV auf Kosten des AHV-Fonds.

Weiter verlangt der Gewerkschaftsbund eine solidarische Pflegeversicherung. Um die Krankenkassenprämien wirksam zu senken, verlangt er, die Medikamentenpreise in den Griff zu nehmen und eine frei wählbare Gesundheitsstelle einzuführen.

Eine Senkung des Mindest-Umwandlungssatzes für die berufliche Vorsorge ist nach Auffassung des SGB unnötig. Der Ständerat lehnte die vom Bundesrat beantragte Senkung im Juni ab. Zudem will der Gewerkschaftsbund eine Schwächung der Unfallversicherung nicht hinnehmen. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.