Minus 63 Prozent: Gewinneinbruch bei Dell – Acer auf dem Vormarsch

Aktualisiert

Minus 63 ProzentGewinneinbruch bei Dell – Acer auf dem Vormarsch

Die Rezession entlässt den Computermarkt noch nicht aus ihren Klauen: Der Gewinn des US-Herstellers Dell ist im ersten Geschäftsquartal um 63 Prozent eingebrochen, der Umsatz sackte um 23 Prozent.

Wie das Unternehmen in Round Rock, US-Staat Texas, am Donnerstag mitteilte, ging der Profit in den Monaten Februar bis April auf 290 Millionen Dollar zurück. Der Umsatz sank auf 12,3 Milliarden Dollar.

Belastet wurde das Quartalsergebnis durch Aufwendungen für Fabrikstilllegungen und Abfindungszahlungen für entlassene Mitarbeiter. Finanzchef Brian Gladden erklärte, gegen Ende des Quartals hätten die Absätze zwar angezogen, aber das sei normal für die Jahreszeit. Der Mai sei nicht besser gelaufen als das erste Quartal, und Bestellungen und Gespräche mit Kunden ergäben für die nächsten Monate «gemischte Signale».

Hoffnung setzt Firmenchef Michael Dell auf das kommende Jahr. Er erwarte, dass im Jahr 2010 grosse Firmen viele Arbeitsplatzcomputer austauschen würden, nachdem Microsoft das neue Betriebssystem Windows 7 auf den Markt gebracht habe, sagte Dell.

Aber auch Marktführer Hewlett-Packard (HP) spürt die Krise und beschleunigt den Personalabbau. Zu den 24 000 Jobs, welche im Zuge der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS wegfallen, hat der US-Konzern bereits angekündigt 6 000 weitere Stellen zu streichen, berichtet «Welt.de».

Im ersten Quartal sank der globale PC-Absatz um 6,5 Prozent auf 67,2 Millionen Geräte. Trotz Krise konnte HP den Vorsprung auf die Konkurrenz ausbauen und liefert mittlerweile fast jeden fünften Rechner. Dell verlor den Anschluss deutlich und muss sich mit 13 Prozent Marktanteil den zweiten Platz mit dem taiwanischen Konzern Acer teilen. Dieser konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 26,7 Prozent steigern.

(ap/scc/zac) (dapd)

Deine Meinung