Aktualisiert 08.01.2020 00:31

National LeagueZSC dreht in Davos 1:3-Rückstand

Der abwechslungsreiche und intensive Spitzenkampf geht an die ZSC Lions, die 4:3 nach Verlängerung gewinnen.

von
Kristian Kapp, Davos
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Pius Suter entscheidet mit dem Tor zum 4:3 in der 4. Minute der Verlängerung eine Partie, die für die Zürcher denkbar schlecht begonnen hatte.

Pius Suter entscheidet mit dem Tor zum 4:3 in der 4. Minute der Verlängerung eine Partie, die für die Zürcher denkbar schlecht begonnen hatte.

Keystone/Gian Ehrenzeller
ZSC-Torhüter Joni Ortio wusste wohl kaum, wie ihm geschieht: Nach 134 Sekunden war er bereits zweimal bezwungen worden.

ZSC-Torhüter Joni Ortio wusste wohl kaum, wie ihm geschieht: Nach 134 Sekunden war er bereits zweimal bezwungen worden.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Unter anderem durch den Amerikaner Aaron Palushaj. Der auffällige Davoser traf zum 2:0 und 3:1 für die Gastgeber.

Unter anderem durch den Amerikaner Aaron Palushaj. Der auffällige Davoser traf zum 2:0 und 3:1 für die Gastgeber.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Für die ZSC Lions beginnt das Traditionsduell mit einem Alptraumstart. Nach zwei Minuten führt Davos 2:0, es sind nach einem Eigentor Phil Baltisbergers und einem Hinfaller Blindenbachers zwei Zürcher Geschenke, die den Bündnern die frühe Zwei-Tore-Führung bescheren. Danach kommen die Lions immer besser ins Spiel, dominieren den Rest des Startdrittels phasensweise krass, es schaut indes nur das Anschlusstor Marcus Krügers heraus.

Im Mitteldrittel gelingt Davos erneut ein Start nach Mass, Palushajs zweites Tor beschert dem HCD die frühe 3:1-Führung. Die Bündner stellen sich immer besser aufs ZSC-Spiel ein, das 3:2 Pedrettis noch vor Spielmitte können sie dennoch nicht verhindern. Krüger, der später verletzt ausscheidet, ist als Wühler vor dem Tor erneut beteiligt.

Im Schlussdrittel, das wieder den Zürchern gehört, rettet einer die Lions in die Overtime, der 40 Minuten lang nicht zum Einsatz kam. Axel Simic, als 13. Stürmer gestartet, schiesst sein erstes Saisontor. In der Verlängerung kann Davos zunächst Powerplay spielen, das starke ZSC-Boxplay übersteht dieses erneut, danach trifft Topskorer Pius Suter zur vielumjubelten Entscheidung für die Lions. Für die Tabellenführung reicht es nicht, da hätte es einen Sieg nach 60 Minuten gebraucht gehabt.

Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

Die Sendung ist zu hören auf Spotify sowie auf Apple Podcast. Oder direkt hier:

Davos - ZSC Lions 3:4 (2:1, 1:1, 0:1, 0:1) n.V.

3716 Zuschauer. – SR Tscherrig/Dipietro, Bürgi/Ambrosetti.

Tore: 2. (1:20) Marc Wieser (Kienzle) 1:0. 3. (2:14) Palushaj (Baumgartner, Stoop) 2:0. 13. Krüger (Geering, Wick) 2:1. 22. Palushaj (Tedenby, Baumgartner) 3:1. 26. Pedretti (Noreau, Sigrist) 3:2. 46. Simic 3:3. 64. (63:11) Suter (Hollenstein) 3:4 Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Davos, 3-mal 2 Minuten gegen ZSC. – PostFinance-Topskorer: Lindgren; Suter.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Barandun; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Ambühl; Frehner, Corvi, Hischier; Herzog, Marc Aeschlimann, Egli; Meyer.

ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher; Pettersson, Krüger, Suter; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Sigrist, Schäppi, Pedretti; Simic.

Bemerkungen: Davos ohne Rantakari (überzähliger Ausländer), Dino Wieser, Paschoud und Bader, ZSC Lions ohne Roe und Flüeler (alle verletzt). Pfosten-/Lattenschüsse: Frehner (43.), Lindgren (47.); Suter (9.). Timeout Davos (60.).

Rangliste: 1. Genève-Servette 34/62 (96:78). 2. ZSC Lions 35/62 (112:88). 3. Zug 32/61 (102:83). 4. Davos 33/61 (106:93). 5. Lausanne 33/53 (96:88). 6. Biel 34/49 (91:96). 7. SCL Tigers 33/48 (83:93). 8. Bern 34/45 (90:102). 9. Lugano 34/43 (88:97). 10. Fribourg-Gottéron 33/42 (77:88). 11. Ambri-Piotta 34/42 (83:96). 12. Rapperswil-Jona Lakers 33/35 (83:105).

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