Aktualisiert 29.10.2007 16:26

Gewinnwarnung bei der UBS

Die Grossbank UBS hat die Krise im US-Hypothekenmarkt nach eigenen Angaben noch nicht überwunden. Sie rechnet auch im vierten Quartal mit Schwierigkeiten und hat vor weiteren Abschreibungen gewarnt.

Der Konzernverlust von bis zu 800 Millionen Franken für das dritte Quartal wurde bestätigt.

Einen Tag vor Veröffentlichung der Zahlen der ersten neun Monate hat die Schweizer Grossbank die Anfangs Monat erlassene Gewinnwarnung bestätigt. So werde sich der Konzernverlust in Folge der Turbulenzen auf dem Markt für zweitklassige Hypotheken in den USA in der angekündigten Bandbreite von zwischen 600 und 800 Millionen Franken bewegen. Damit ist laut der UBS die Krise aber noch nicht überstanden. Zwar habe das vierte Quartal mit guten Resultaten aus allen Geschäftseinheiten inklusive der Investment Bank begonnen. Der Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities bleibe jedoch nach wie vor den künftigen Marktentwicklungen ausgesetzt. Eine weitere Verschlechterung im amerikanischen Häuser- und Hypothekenmarkt oder eine Rating-Herabstufung von hypothekarisch gesicherten Wertpapieren könnten zusätzliche Abschreibungen auf ihren Positionen erforderlich machen. Die UBS rechnet deshalb nicht damit, dass sich das vierte Quartal weiter so gut entwickelt wie in der Anfangsphase. Ebenfalls nicht erwartet wird, dass sich die gegenwärtigen Schwierigkeiten kurzfristig überwinden lassen.

Die Grossbank UBS hatte in Folge der Krise Abschreibungen von über vier Milliarden Franken bekannt gegeben. Zudem wurde ein Abbau von 1500 Stellen im Investment Banking angekündigt. Auch bei der Credit Suisse haben die Turbulenzen ein Loch in die Kasse gerissen. Die Bank gab die Streichung von insgesamt 320 Stellen im Investment-Banking-Bereich bekannt.

(dapd)

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