Weiterer Hitzetag: Gewitter brachten nur kurze Abkühlung
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Weiterer HitzetagGewitter brachten nur kurze Abkühlung

In der Nacht hat eine Kaltfront die Schweiz gestreift und brachte Gewitter in die Nordwest- und Nordostschweiz. Teilweise fiel Hagel. Doch die Abkühlung war nur von kurzer Dauer.

Die abendlichen Gewitter brachten in der Zentralschweiz stellenweise rund 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Grossraum Zürich fielen rund 10 Liter pro Quadratmeter, wie SF Meteo am Dienstag mitteilte.

Gemäss Meteomedia fielen im hinteren Muotathal etwa 27 Liter Regen pro Quadratmeter, 18 in Hallau SH und 16 in Maienfeld GR. In der Nordostschweiz gab es auch Sturmböen mit bis zu 113 km/h in Frauenfeld TG.

Gleichzeitig machte sich auch schon der Herbst bemerkbar: Nach den Niederschlägen lagen am Morgen im Laufenthal, Reusstal oder im Oberengadin dichte Bodennebelfelder. Im Laufe des Tages setze sich die Sonne aber in der ganzen Schweiz wieder durch, kündigten SF Meteo sowie Meteomedia an.

Bis zu 35 Grad

Im Tagesverlauf erwarten die Meteorologen erneut hundstägliches Hochsommerwetter. Die Temperaturen dürften verbreitet Höchstwerte um die 30 Grad erreichen. Am Genfersee und im Wallis könnte das Quecksilber gar auf 33 Grad klettern. Dafür sorgen ein Hoch über Mitteleuropa und heisse Luft aus Spanien.

Am Mittwoch und Donnerstag wird es voraussichtlich bis zu 35 Grad heiss, die nächste Gewitterfront folgt erst am Freitag aus Südwesten.

Aussergewöhnlicher August

Der Hochsommer habe dieses Jahr lange auf sich warten lassen, schreibt SF Meteo. Dafür sei das Ausmass der Augusthitze aussergewöhnlich. Seit Monatsbeginn verzeichnete Sitten beispielsweise acht Hitzetage, also Tage mit einer Höchsttemperatur von mehr als 30 Grad. Normal wären im August zwei Hitzetage im Walliser Hauptort.

In Genf und Visp gab es mit sechs Hitztagen doppelt so viele wie normalerweise im August, und in Chiasso wurden auch bereits vier Tag mit mehr als 30 Grad registriert.

Eine Überraschung ist das heisse Wetter jedoch nicht, wie SF Meteo weiter schreibt. Bereits Ende Mai sei es aussergewöhnlich heiss gewesen. Da zu jenem Zeitpunkt das Meer aber noch deutlich kälter war als der Kontinent, stellte sich über dem Festland ein Tiefdruckgebiet ein.

Die Folge waren häufige Regenschauer, aber aufgrund der anhaltend warmen Luftmasse auch heisse Einzeltage. Erst jetzt konnte das Azorenhoch bis zu den Alpen vorstossen. Heiss war es im August auch schon in früheren Jahren. So wurde die höchste Temperatur in der Schweiz mit 41,5 Grad am 11. August 2003 in Grono GR gemessen.

(sda)

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