Aktualisiert 02.09.2005 12:02

Gewitter legte Überreste von Vermisstem frei

Ein Alphirt hat auf der Alp Fülder im Alpstein einen Schuh mit Knochen gefunden.

Unter einem nahen Geröllkegel, der sich nach einem Gewitter gelöst hatte, fand die Polizei sterbliche Überreste eines Manns, der seit 2002 vermisst wurde.

Am Wochenende vom 23. und 24. Juli dieses Jahrs gingen im Alpstein heftige Gewitter nieder. Eine Steinlawine riss auf der Alp Fülder einen Schafzaun nieder. Als einen Tag darauf ein Alphirt den Zaun reparierte, entdeckte er in einer ausgetrockneten Wasserrinne einen Schuh mit Knochen, wie die Polizei am Freitag bekannt gab.

Der Alphirt informierte die Behörden. Die Innerrhoder Polizei rückte zusammen mit Mitgliedern des Schweizer Alpenclubs (SAC) zur Fundstelle unterhalb des Schäflers aus. 300 Meter talwärts fanden die Einsatzkräfte in einem Geröllkegel weitere Gegenstände und Knochen, die auf einen Menschen schliessen liessen.

Die Knochen wurden dem Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen übergeben. Sie wurden verglichen mit DNA-Spurenträgern, die 2002 von der Polizei in Zusammenhang mit einem vermissten Wanderer sichergestellt worden waren. Die Auswertung war schwierig. Deshalb lag das Resultat erst Ende August vor, wie die Polizei mitteilte.

In Gewitter verunglückt

Die Knochen konnten zweifelsfrei einem Mann zugeordnet werden, der seit Juni 2002 vermisst wurde. Der Mann wurde damals trotz einer gross angelegten Suchaktion nicht gefunden. Sein Auto hatte er im «Lehmen» parkiert, ehe er zu einer Bergwanderung aufbrach.

An diesem Tag gingen im Alpstein heftige Gewitter nieder. Die Innerrhoder Polizei geht davon aus, dass der Wanderer im starken Gewitter verunglückte und von Steinen und Geröllmassen zugedeckt wurde. Starker Regen Ende Juli dieses Jahres spülten das Geröll talwärts und gaben Schuhe und Knochen des Manns frei.

(sda)

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