Aktualisiert 20.07.2017 04:11

Juli-WetterGewitter, Sturm und Hagel beenden den Hitzetag

Nach einem heissen Tag haben sich am späten Nachmittag starke Gewitter entladen. In Luzern und auf dem Zürcher Uetliberg wurden Böen mit 110 km/h gemessen.

von
nag

Heftige Gewitter: Über die Schweiz zieht ein Unwetter. (Video: Tamedia/20 Minuten Leserreporter)

Gestern am frühen Abend hat sich über dem Wallis und dem Berner Oberland eine Gewitterzone gebildet, welche sich immer weiter ausbreitete und verstärkte und letztlich der Zentralschweiz Hagel und Sturmböen gebracht hat. Laut MeteoNews hat sich die Gewitterzone über die Nordwestschweiz in Richtung Rheintal und Bodensee verlagert und auch dort für teils stürmischen Wind gesorgt.

Die «Carmen»-Premiere an den Bregenzer Festspiele konnte dennoch wie geplant beginnen.

Am Hochrhein entstand zusätzlich ein neuer Gewitterherd. Durch eine ausgeprägte Druckwelle waren auch zwischen Zürich und St. Gallen verbreitet starke bis stürmische Böen zu verzeichnen, heisst es im Communiqué. Zwischen dem Toggenburg und dem St. Galler Rheintal kam es zu einer erneuten Intensivierung der Niederschläge, hier fielen zum Teil noch einmal Hagelkörner mit einem Durchmesser von über zwei Zentimetern.

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Starkes Gewitter über dem Bürgenstock: Ein Blitz entlädt sich.  (19. Juli 2017)

Starkes Gewitter über dem Bürgenstock: Ein Blitz entlädt sich. (19. Juli 2017)

Leser-Reporter/20 Minuten
Im Berner Oberland braut sich etwas ganz Gewaltiges zusammen, schreibt ein Twitter-User.

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kein Anbieter/Twitter/@swissbixs
Weltuntergangsstimmung in Thun, vermeldete ein weiterer Twitter-User.

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kein Anbieter/Twitter/@pescheswiss

Bereits am Nachmittag stiegen die Temperaturen in Sitten auf 33,9 und in Chur auf 33,8 Grad. Laut SRF Meteo wurden in Valbella und Davos neue Jahreshöchsttemperaturen gemessen. Am späteren Nachmittag entlud sich über Adelboden ein Gewitter.

In Adelboden fielen 61 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Schäden sind allerdings nach ersten Erkenntnissen gering. Die stellvertretende Gemeindeschreiberin Silvia Büschlen sagte der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage, die ganze Wegmeister-Equipe sei im Einsatz und die Feuerwehr aufgeboten. Doch seien ihren Informationen zufolge nur kleine Bächlein da und dort über die Ufer getreten, nicht aber die grösseren Bäche Engstligen und der Allenbach.

111 km/h in Luzern und auf dem Uetliberg

Auf der Vorderseite des Gewitters kam es zu heftigen Böen. In der Stadt Luzern und auf dem Uetliberg im Kanton Zürich wurden 111 Kilometer pro Stunde gemessen. Bis in die Nacht hinein kann es laut SRF Meteo vor allem den Voralpen entlang zu weiteren sehr starken Gewittern mit Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen kommen.

In Zürich vermeldete Schutz & Rettung, dass es im Kanton zu rund 60 Feuerwehreinsätze innert 90 Minuten gekommen sei. Insbesondere seien umgestürzte Bäume weggeräumt worden.

Leserreporter-Videos aus verschiedenen Kantonen:

Wind bringt Baum zum umstürzen in Hergiswil NW

In Hergiswil bringt der Wind einen Baum zum Umstürzen.

Vom Sturm in Not geratener Schwimmer gerettet

Ein in Not geratener Segler auf dem Zürichsee wird gerettet.

Blitzeinschlag in Rigi von Walchwil ZG aus, 19.07.2017

Blitzeinschlag im Rigi, gefilmt von Walchwil ZG aus.

Starkes Gewitter in Obwalden mit leichtem Hagel

Aufnahme des Gewitters in Obwalden.

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