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Gezerre um Smiths Leiche

Wegen des Gerangels um die Vaterschaft der kleinen Tochter von Anna Nicole Smith verzögert sich auch das Begräbnis des früheren Playmates.

Ein Richter in Fort Lauderdale gab am Mittwoch einer Bitte des potenziellen Vaters Larry Birkhead statt, den Leichnam vorerst in Florida zu lassen. Ein Gericht in Kalifornien erklärte dagegen auf Antrag von Smiths letztem Lebensgefährten Howard Stern, die Leiche werde für Vaterschaftstests nicht mehr gebraucht und könne beigesetzt werden.

Der Fotograf Birkhead hatte in Fort Lauderdale beantragt, die Anweisung des kalifornischen Gerichts für einen Vaterschaftstest in Florida durchzusetzen. Dabei äusserte seine Anwältin Nancy Hass die Befürchtung, der DNA-Test könne nicht korrekt ausgeführt werden, wenn die sterblichen Überreste Smiths aus dem Staat gebracht würden. Die 39-jährige Smith starb in der vergangenen Woche in Florida, lebte aber mit ihrer Tochter Dannielynn und Stern auf den Bahamas.

Später erklärte Sterns Anwalt James Neavitt, in Kalifornien werde der Leichnam nicht benötigt. Bei der Autopsie in Florida sei genetisches Material von Smith präserviert worden, das für die Durchführung eines Vaterschaftstests ausreiche. Stern ist in der Geburtsurkunde der fünf Monate alten Millionenerbin als Vater aufgeführt. Neben ihm und Birkhead will auch Prinz Frédéric von Anhalt noch in dieser Woche eine Vaterschaftsklage einreichen. Er werde sich ebenfalls einem DNA-Test unterziehen, erklärte der 59-Jährige, der mit der 90 Jahre alten Schauspielerin Zsa Zsa Gabor verheiratet ist.

Sterns Anwälte baten am Mittwoch darum, den Leichnam Smiths zur Beisetzung freizugeben. Auch sollten die sterblichen Überreste an Stern übergeben werden und keinesfalls an Smiths Mutter Vergie Arthur. Diese erhob schwere Vorwürfe gegen Stern. Sie sei überzeugt, dass er etwas mit dem Tod ihrer Tochter und deren 20-jährigen Sohn zu tun habe, sagte Arthur dem Sender MSNBC. Er könnte die beiden mit Drogen versorgt haben. «Und jetzt habe ich Angst um meine Enkelin», fügte Arthur hinzu.

Auch sie bemühte sich um das Sorgerecht für Dannielynn und erreichte eine gerichtliche Anordnung, dass das Kind auf den Bahamas bleiben muss, bis die Vaterschaft geklärt ist. Arthur begründete ihren Antrag mit der Befürchtung, dass Stern das Kind ausser Landes schaffen könnte. Stern selbst hat erklärt, Smith habe ihre Mutter verachtet und hätte ihr nie erlaubt, ihre Enkelin zu sehen. (dapd)

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