Stapi-Wahl Bern: GFL-Politiker lancieren Komitee für Ursula Wyss
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Stapi-Wahl BernGFL-Politiker lancieren Komitee für Ursula Wyss

Zwei Mitglieder der Grünen Freien Liste wollen Wahlkampf für Ursula Wyss machen, anstatt ihren Parteikollegen Alec von Graffenried zu unterstützen.

von
kaf

Sehen Sie hier, was Ursula Wyss und Alec von Graffenried vom Stapi-Wahlkampf erwarten.

Wenn es nach den Anzahl Personen im jeweiligen Unterstützungskomitee geht, hat Alec von Graffenried von der Grünen Freien Liste (GFL) die Nase im Stapi-Wahlkampf vorne: Über 350 Persönlichkeiten aus der Stadt und der Region Bern, aber auch aus der ganzen Schweiz unterstützen den grünen Politiker. Politisch ist seine Unterstützung breit gestreut und reicht von ganz links bis ganz rechts, wie «Der Bund» schreibt. Anders sieht es bei K0nkurrentin Ursula Wyss aus: Die SP-Gemeinderätin hat auf ihrer Seite 52 aktive Unterstützer, mehrheitlich aus ihrer Partei.

Bisher habe man den Wahlkampf «nahe der Partei» geführt, sagt Wyss' Wahlkampfleiter Hannes Rettenmund gegenüber der Zeitung. Viele Parteien hätten ihre eigenen Kandidaten für das Stadtpräsidium gehabt. Für die Stichwahl am 15. Januar wolle man das Komitee aber verbreitern.

«Wir bevorzugen eine Frau»

Nun erhält Wyss Unterstützung von einer Ex-Gemeinderätin Joy Matter und dem einstigen Kulturamtsleiter Christoph Reichenau – beides GFL-Mitglieder. Mitte dieser Woche wollen die beiden das überparteiliche Komitee «Bern für Wyss» lancieren und Leute für die Wahl der SP-Politikerin gewinnen. Dazu wollen sie Briefe an ihren erweiterten Bekanntenkreis verschicken, eine eigene Website betreiben und Inserate schalten.

Dass sie damit in ihrer eigenen Partei auch Kritik ernten, wissen die beiden. Immerhin unterstützen sie mit Wyss die direkte Konkurrentin ihres Parteikollegen von Graffenried. «Bei zwei gleichwertigen Kandidaturen bevorzugen wir aber eine Frau», begründet Reichenau sein Engagement. Wyss habe zudem ein konkretes Programm und einen Leistungsausweis als Tiefbau- und Verkehrsdirektorin. Und sie entspreche den Erwartungen der Komitee-Gründungsmitglieder an Rot-Grün-Mitte eher als von Graffenried.

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