Auf «nicht schuldig» plädiert - Ghislaine Maxwell erstmals in New York vor Gericht erschienen
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Auf «nicht schuldig» plädiertGhislaine Maxwell erstmals in New York vor Gericht erschienen

Zum ersten Mal seit ihrer Verhaftung im Juli 2020 erschien Ghislaine Maxwell (59), die frühere Lebenspartnerin des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, vor einem New Yorker Gericht. Auch ein Opfer Epsteins war im Saal.

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Gerichtszeichnung von Ghislaine Maxwell bei ihrem Gerichtstermin am Freitag in New York.

Gerichtszeichnung von Ghislaine Maxwell bei ihrem Gerichtstermin am Freitag in New York.

REUTERS
Sie wurde direkt aus dem Gefängnis ins Gericht gebracht.

Sie wurde direkt aus dem Gefängnis ins Gericht gebracht.

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Maxwell wird vorgeworfen, Jeffrey Epsteins Machenschaften unterstützt zu haben.

Maxwell wird vorgeworfen, Jeffrey Epsteins Machenschaften unterstützt zu haben.

AFP

Darum gehts

  • Ghislaine Maxwell erschien erstmals seit ihrer Verhaftung im Juli vor einem Gericht.

  • Die 59-Jährige soll ihren Ex-Freund Jeffrey Epstein beim Betrieb seines Sexhandel-Rings unterstützt haben.

  • Sie plädierte bei ihrem Gerichtsauftritt auf «nicht schuldig».

Ghislaine Maxwell, die inhaftierte Ex-Freundin des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, hat auch in zwei neuen Anklagepunkten wegen Sexhandels auf «nicht schuldig» plädiert. Die 59-Jährige erschien am Freitag erstmals seit ihrer Festnahme im vergangenen Sommer persönlich vor einem Gericht in New York. Die sichtlich gealterte Maxwell sprach in der kurzen Anhörung nur wenige Worte und liess die neuen Vorwürfe durch ihren Anwalt zurückweisen.

Die einstige Epstein-Vertraute war im Juli 2020 im US-Ostküstenstaat New Hampshire festgenommen und in sechs Punkten angeklagt worden, darunter Transport Minderjähriger für eine «kriminelle sexuelle Handlung» und Meineid. Die Bundesanwaltschaft in Manhattan wirft ihr vor, minderjährige Mädchen für Epstein rekrutiert zu haben, die von dem Investmentbanker dann sexuell missbraucht wurden. Teilweise soll Maxwell am Missbrauch selbst beteiligt gewesen sein.

Ende März wurde die Anklage dann um zwei Punkte erweitert. Der Tochter des verstorbenen britischen Medienbarons Robert Maxwell wurden zusätzlich «Sexhandel mit einer Minderjährigen» und «Verschwörung zum Sexhandel» vorgeworfen, zudem wurde ein weiteres Opfer in die erweiterte Anklageschrift aufgenommen. Im Publikum sass auch Danielle Bensky, ein früheres Opfer von Epstein. Die Anklage gegen Epstein wird von den Aussagen von mindestens zwölf Opfern gestützt.

Maxwell droht lebenslange Haft

Dieses vierte mutmassliche Opfer war laut Staatsanwaltschaft 14 Jahre alt, als es von Maxwell und Epstein 2001 rekrutiert und in Palm Beach in Florida zu sexuellen Handlungen an Epstein gezwungen wurde. Zudem soll das Mädchen zwischen 2001 und 2004 zur Anwerbung weiterer Mädchen gezwungen worden sein.

Die Vorwürfe gegen Maxwell erstrecken sich insgesamt über einen Zeitraum von zehn Jahren, von 1994 bis 2004. Der Prozess gegen Maxwell, der lebenslange Haft droht, sollte ursprünglich am 12. Juli beginnen. Der Termin dürfte sich wegen der neuen Anklagepunkte aber verschieben. Maxwell sitzt derzeit in New York in Untersuchungshaft. Wegen Fluchtgefahr wurde ihre Freilassung gegen Kaution wiederholt abgelehnt.

Maxwells Festnahme war eine spektakuläre Entwicklung im Fall Epstein. Sie hatte sich acht Monate lang in der Villa auf einem Grundstück in New Hampshire versteckt.

Der bestens vernetzte Investmentbanker Epstein wurde im Juli 2019 festgenommen und im August tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm der 66-Jährige sich das Leben. Epstein war bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt und seitdem als Sexualverbrecher geführt worden.

Bist du minderjährig und von sexualisierter Gewalt betroffen? Oder kennst du ein Kind, das sexualisierte Gewalt erlebt?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Kokon, Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Castagna, Beratungsstelle bei sexueller Gewalt im Kindes- und Jugendalter

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Online- und Einzelchatberatung für Kinder und Jugendliche

Opferberatungsstelle Kinderspital Zürich

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Bist du selbst pädophil und möchtest nicht straffällig werden? Hilfe erhältst du beim Institut Forio und bei den UPK Basel.

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(DPA/AFP/trx)

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