Aktualisiert 25.04.2019 05:11

Gefallener AutomanagerGhosn kann gegen Kaution freikommen

Gegen eine Kaution von rund 4,6 Millionen Franken billigte ein Gericht in Tokio die Entlassung des inhaftierten Ex-Nissan-Chefs.

von
chk
1 / 8
Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen die Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen: Carlos Ghosn. (9. April 2019)

Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen die Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen: Carlos Ghosn. (9. April 2019)

AP
Hat er Nissan-Gelder für private Zwecke abgezweigt? Carlos Ghosn. (3. April 2019)

Hat er Nissan-Gelder für private Zwecke abgezweigt? Carlos Ghosn. (3. April 2019)

Keystone/AP/Sadayuki Goto
Hat immer seine Unschuld beteuert: Carlos Ghosn. (Archivbild)

Hat immer seine Unschuld beteuert: Carlos Ghosn. (Archivbild)

Keystone/AP/Mark Lennihan

Der in Japan inhaftierte Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn kann gegen Kaution freikommen. Ein Gericht in Tokio billigte eine Entlassung. Es legte zugleich eine Kaution von umgerechnet 4,6 Millionen Franken (500 Millionen Yen) fest.

Die Staatsanwaltschaft dürfte Berufung gegen diese Entscheidung des Tokioter Bezirksgerichts Einspruch einlegen.

Es wäre das zweite Mal, dass Ghosn aus der Untersuchungshaft kommt. Im November vergangenen Jahres war er in Tokio wegen angeblichen Verstosses gegen Börsenauflagen erstmals in Haft genommen worden. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben.

Ghosn wurde angeklagt und erst nach monatelanger Haft gegen Kaution entlassen. Knapp vier Wochen nach seiner Freilassung wurde er Anfang dieses Monats dann erneut in Untersuchungshaft genommen. Die Staatsanwaltschaft erhob erst Anfang dieser Woche abermals Anklage wegen Zahlungen an einen Vertriebspartner im Oman. Einen Termin für einen Prozess gegen den Manager gibt es noch immer nicht. Er hat alle Vorwürfe zurückgewiesen und spricht von Verschwörung. (chk/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.