Aktualisiert 11.06.2018 08:46

Rücktritt der Post-Chefin

Gibt es für Ruoff eine Abgangs-Entschädigung?

Susanne Ruoff ist zurückgetreten. 20 Minuten fragt nach, was das für ihre Lohn- und Bonuszahlungen bedeutet, und ob sie einen Fallschirm erhält.

von
ish
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Ein schwieriger Morgen für den Post-Präsidenten: Urs Schwaller erklärt, Journalisten, wie es zu dem jahrelangen Postauto-Beschiss kommen konnte....

Ein schwieriger Morgen für den Post-Präsidenten: Urs Schwaller erklärt, Journalisten, wie es zu dem jahrelangen Postauto-Beschiss kommen konnte....

Keystone/Peter Schneider
... und er erklärt, dass die gesamte Postauto-Leitung gehen muss.

... und er erklärt, dass die gesamte Postauto-Leitung gehen muss.

Keystone/Peter Schneider
Die Kritik am der Verwaltungsrat der Post selbst ...

Die Kritik am der Verwaltungsrat der Post selbst ...

Keystone/Peter Schneider

Die Post-Chefin Susanne Ruoff ist per sofort zurückgetreten. «Es ist üblich, dass der Verwaltungsrat bei einem Rücktritt die Gründe analysiert, je nachdem gelten dann verschiedene Austrittsregeln», erklärt ein Lohn- und Governance-Experte 20 Minuten. Er will namentlich nicht genannt werden. Der Verwaltungsrat kann also darüber entscheiden, ob Ruoff noch Bonuszahlungen erhält oder nicht. Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller war am Montagmorgen zur Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Wenn der Verwaltungsrat befindet, dass Ruoffs Rücktritt in gutem Einvernehmen und im Interesse des Unternehmens erfolgte, dann wird der Jahresbonus anteilsmässig bis zum Austrittsdatum ausgezahlt, erläutert der Experte. Dasselbe gelte für den Langzeitbonus. «Alles, was sich Ruoff bis zum Austritt verdient hat, gehört dann ihr.» Eine Entschädigung, also ein finanzieller Fallschirm bei einem Rücktritt, ist laut dem Spezialisten bei Unternehmen nicht mehr üblich.

Ruoff bekommt eventuell drei weitere Monatslöhne

Trotz ihres sofortigen Rücktritts könnte Ruoff aber noch Anspruch auf eine weitere Lohnzahlung für die nächsten drei Monate haben. Dies müsse allerdings juristisch geklärt werden, so der Experte. Denn eigentlich gelte auch für sie die gesetzliche Kündigungsfrist. Der Verwaltungsrat könne sie von allen Rechten und Pflichten entbinden und freistellen. Und den Lohn der Kündigungsfrist entsprechend weiterzahlen.

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