Regelrevolution: Gibts bald 5-Minuten-Strafen bei Gelben Karten?
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Regelrevolution im FussballGibts bald 5-Minuten-Strafen bei Gelben Karten und 30-minütige Halbzeiten?

Die Fifa schaut beim Nachwuchsturnier Future Football Cup ganz genau hin. Denn dort werden derzeit neue Regeln getestet, die den Fussball gravierend verändern könnten.

von
Sophie Klein
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Diese Nachwuchstalente durften bereits Erfahrungen mit dem womöglich neuen Regelwerk machen. 

Diese Nachwuchstalente durften bereits Erfahrungen mit dem womöglich neuen Regelwerk machen.

imago images/Pro Shots
Mit der neuen Regelung, die derzeit bei einem Nachwuchsturnier getestet wird, hätte Chiellini nach dem Foul an Saka nicht nur die gelbe Karte kassiert, sondern auch bis zum Beginn der Verlängerung  auf der Bank gesessen.

Mit der neuen Regelung, die derzeit bei einem Nachwuchsturnier getestet wird, hätte Chiellini nach dem Foul an Saka nicht nur die gelbe Karte kassiert, sondern auch bis zum Beginn der Verlängerung auf der Bank gesessen.

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Jelle van Neck weiss im Vergleich zu Chiellini, wie es sich anfühlt, eine fünf Minutenstrafe abzusitzen. 

Jelle van Neck weiss im Vergleich zu Chiellini, wie es sich anfühlt, eine fünf Minutenstrafe abzusitzen.

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Darum gehts

  • Beim Nachwuchsturnier wurden neue Fussballregeln getestet.

  • Diese beinhalten Veränderungen in der Spielzeit, den Ein- und Auswechselungen, dem Einwurf und dem Bestrafungssystem.

  • Sollten die Tests positiv verlaufen, könnten die Regelungen auch bald im Profifussball ein Thema sein, denn der Weltdachverband Fifa schaut beim Turnier auch hin.

PSV Eindhoven, AZ Alkmaar, SC Heerenveen, FC Brügge und RB Leipzig nahmen am Wochnende beim Nachwuchsturnier Future of Football Cup teil. Dieses gerät nun weltweit in die Schlagzeilen. Grund: Es wurden neue Regeln getestet. Diese beinhalten diverse Veränderungen, die nach erfolgreichem Testen auch gravierende Auswirkungen auf den Profi-Sport haben könnten. «Wir möchten uns anschauen, was das mit den Spielen in Bezug auf Intensität und Attraktivität für Zuschauer macht», heisst es bei Red Bull, die beim Junioren-Cup involviert sind. Laut mehreren Medienberichten hat auch der Weltfussballverband Fifa ein Auge auf die getesteten Regeln geworfen.

Eine neue Spielzeit von 30 Minuten pro Halbzeit – mit Zeitanhalten bei Unterbrechungen

Die wohl grösste Veränderung ist die Spielzeit-Regel. Beim Future Football Cup wird – wie beim Handball – die Halbzeit jeweils auf exakt 30 Minuten verkürzt. Ebenfalls wird die Zeit bei Unterbrechungen angehalten, so dass das Spiel in der Praxis tatsächlich eine Stunde dauert. Das legendäre Zitat von Sepp Herberger: «Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten» wäre somit Vergangenheit.

Beliebig viele Auswechslungen

Ein Limit von drei beziehungsweise fünf Auswechslungen pro Spiel? Nicht beim Future Football Cup. Die Anzahl Auswechslungen ist unlimitiert. Bei jeder Auswechslung wird jedoch die Zeit gestoppt, wie oben beschrieben.

Kick-In statt Einwurf?

Eine spannende Änderung wurde auch beim Einwurf ausprobiert. Wie beim Futsal wurde auf den Kick-In umgestellt. Das heisst, dass der Ball einfach vom Seitenaus per Fuss zurück ins Spiel gebracht wird oder der Spieler sogar von der Seitenlinie aus ins Feld dribbeln kann.

Dribblings beim Eckball und Freistoss

Nicht nur dem Einwurf ging es beim Future Football Cup an den Kragen. Auch bei klassischen Eckbällen und Freistössen gibt es die Dribbling-Variante. Die Spieler haben die Möglichkeit, den Ball eng am Fuss von der Eckfahne oder dem Freistoss voranzubringen, statt einen weiten Ball über das halbe Feld zu schlagen.

Gelbe Karte = 5-Minuten-Zeitstrafe

Spieler, die am Future Football Cup eine Gelbe Karte kassierten, mussten fünf Minuten auf die Bank. Eine weitere Regeländerung, die an Handball oder Eishockey erinnert. Dort gibt es schon lange Zeitstrafen für Fouls.

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